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Linedance in Gadebusch : Kultveranstaltung droht das Aus

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Line-Dancer „De Deelenstampers ut Meckelnbörg“ laden zum 20. und vielleicht letzten Mal in den Gadebuscher Kreml ein

svz.de von
erstellt am 04.Apr.2016 | 04:45 Uhr

Mehr als 200 Linedancer aus dem gesamten Bundesgebiet folgten der Einladung von De Deelenstampers ut Meckelnbörg zum 20. Line Dance Festival in den Kreml. Gäste aus Berlin, Haale/Saale und dem gesamten Nordraum legten zur Westernmusik von DJ Henry eine flotte Sohle auf das Parkett. Vielleicht zum letzten Mal im Gadebuscher Kreml.

„Ja, es ist wahr, wir wissen nicht wie und ob es weiter geht“, erklärte die Vorsitzende der Gadebuscher Line Dancer, Monika Mehner. Grund sei nicht nur der anstehende Verkauf des Gadebuscher Kremls, sondern auch die rückläufigen Gästezahlen. „Schließlich muss sich so eine Veranstaltung auch rechnen. Leider hat es sich in unserer Branche eingebürgert, dass andere Vereine eine Art Gegenveranstaltung machen und so nehmen wir uns die Gäste gegenseitig weg“, erklärte Mehner. So sei am Wochenende auch in Bollewik zu einem Line Dance Abend eingeladen worden. „Wir werden sehen, ob und wann es eine nächste Veranstaltung geben wird. Der sonst im Herbst stattfindende Abend fällt auf jeden Fall erst einmal aus“, sagte Monika Mehner.

Die Gäste ließen sich deswegen die gute Laune an diesem Abend nicht vermiesen und tanzten zur Musik des angesagtesten Westerntanz-DJ Henry Schwentke ausgelassen und studierten sogar einen neuen Tanz ein. „Wer hier in Gadebusch nicht war, hat als Line Dancer etwas verpasst. Diese Veranstaltung hat selbst in Bayern Kultstatus“, erklärte Enrico Gerlach, der aus Halle an der Saale nach Gadebusch gekommen war und auch die mehrere hundert Kilometer lange Anfahrt gerne in Kauf nahm. „Gadebusch ist in der Szene in ganz Deutschland bekannt. Die Leute kommen gerne her“, sagte der 41-Jährige. Nicht viel anders sah es auch Wolfgang Brunke, der extra aus Berlin angereist war. „Wir wollten uns hier in Gadebusch selbst mal von der Atmosphäre überzeugen und sind begeistert. Ich mache hier Fotos und stelle sie auf unsere Homepage line-dancer.de“, sagte der 63-Jährige. Dann könnten sich alle etwas von der Atmosphäre in Gadebusch mitnehmen, so Wolfgang Brunke.

Die Gadebuscher wollen nicht aufgeben, noch hoffen sie auf ein gutes Ende, was nicht zuletzt auch mit einem möglichen neuen Besitzer des Gadebuscher Kremls zu tun haben wird. Den soll es nach Aussagen von Besitzer Ulf Bartel noch in diesem Sommer geben.

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