Gadebusch : Kulturschatz lockt 2000 Gäste an

Frank Rohmann und Torsten Neumann (r.) vom Kulturhistorischen Verein von 1712 ziehen eine positive Bilanz.
Frank Rohmann und Torsten Neumann (r.) vom Kulturhistorischen Verein von 1712 ziehen eine positive Bilanz.

Das Interesse an der Schwedenschlacht von 1712 ist ungebrochen hoch

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18. November 2014, 23:39 Uhr

Das Interesse an der Schwedenschlacht bei Gadebusch reißt nicht ab. Das belegen Zahlen, die der Kulturhistorische Verein von 1712 vorlegte. Demnach besuchten in den Monaten Mai bis Oktober mehr als 2000 Interessierte das Denkmal in Wakenstädt. „Wir hatten in diesem Jahr nicht nur Gäste aus Skandinavien, sondern auch aus der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden, Russland und sogar aus den USA“, sagt Torsten Neumann (52) vom Vereinsteam. Darüber hinaus seien auch viele Schulklassen vor Ort gewesen, um sich über das zu informieren, was sich 1712 vor den Toren Gadebuschs ereignet hat.

Damals standen sich bei der größten Feldschlacht auf Mecklenburgs Boden schwedische und dänische Truppen gegenüber. Rund 3000 Menschen bezahlten diesen Kampf mit ihrem Leben. Die meisten Gefallenen wurden auf dem Schlachtfeld begraben. Einige Offiziere fanden ihr Grab in und an der Kirche von Gadebusch.

Der Vereinsvorsitzende Frank Rohmann verwundert das Interesse an dieser Schlacht nicht. Sie war Teil des Nordischen Krieges, als es um die Vormachtstellung Schwedens in Europa ging.

Bereits für das nächste Jahr haben sich Reisegruppen aus dem In- und Ausland angemeldet. Dazu zählen auch Ahnenforscher, die sich mit der Geschichte ihrer Familie befassen.

„Wenn Gäste hier vor Ort sind und sich vorstellen, dass ihre Familienmitglieder hier damals kämpften, reagieren sie sehr emotional. Manche weinen, weil ihre Vorfahren genau hier 1712 gefallen sind. Sowohl Schweden als auch Dänen sind sehr geschichtsbewusst“, sagt Frank Rohmann.

Als positiv bezeichnet Rohmann das Engagement des Jobcenters. Dadurch konnte der Verein auf personelle Unterstützung setzen. Eine der Folgen: Touristen hatten direkt vor Ort in Wakenstädt einen Ansprechpartner, der Fragen zur Schwedenschlacht beantwortete und neue Forschungsergebnisse vermitteln konnte.

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