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Gadebuscher Fallzahlen : Kriminalität im Amtsbereich der Münzstadt steigt

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Entgegen dem Trend im Nordwestkreis verzeichnet die Polizei im vergangenen Jahr im Amtsbereich Gadebusch mehr Straftaten als 2014

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erstellt am 26.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Die gute Nachricht zuerst: Die Anzahl der Straftaten in Nordwestmecklenburg ist im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um knapp vier Prozent auf insgesamt 9  966 gesunken. Die schlechte Nachricht: Im Amtsbereich Gadebusch verzeichnet die Polizei im gleichen Zeitraum mit 739 Straftaten einen Anstieg der Kriminalität um gleich 10,6 Prozent. Im Jahr 2014 lag die Zahl der Straftaten hier noch bei nur 668.

Mit 207 Straftaten und einem Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr fallen die meisten Delikte unter die Gruppe der sogenannten „sonstigen Straftatbestände“. Dahinter verbirgt sich ein Gemischtwarenladen aus Erpressungsdelikten, Brandtstiftungen, Sachbeschädigungen, Umweltdelikten und einer stark gestiegenen Anzahl an Beleidigungen. Danach folgen Rohheitsdelikte wie Raub und räuberische Erpressung sowie Straftaten gegen die persönliche Freiheit mit einer Fallzahl von 139 und einem Anstieg von 25 Prozent. An dritter Stelle reihen sich Vermögens- und Fälschungsdelikte mit 132 Straftaten und einem Anstieg von 21 Prozent in die unrühmliche Statistik ein. Zur deutlich angestiegenen Deliktgruppe gehört hierbei auch die Internetkriminalität mit Delikten vom gefälschten Online-Shop bis zum Betrug im Rahmen des Bezahlvorgangs.

Eine besondere Rolle spielen in der Kriminalität in Nordwestmecklenburg die in die Höhe geschnellte Zahl an Wohnungseinbrüchen. „Von 122 im Jahr 2014 ist die Anzahl der Wohnungseinbruchdiebstähle im Jahr 2015 auf 224 deutlich gestiegen“, erklärt Dr. Michael Peters als Polizeidirektor der Polizeiinspektion Wismar. Dies ist auch deshalb besonders augenfällig, weil die Anzahl dieser Delikte landesweit rückläufig ist. „Warum wir in den zurückliegenden Monaten vermehrt davon betroffen sind, lässt sich nicht richtig erklären“, sagt der Leiter des Wismarer Kriminalkommissariats, Peter Kowaleczko.

Da tröstet zwar die Aufklärungsquote von stattlichen 36,2 Prozent ein wenig darüber hinweg, aber auch nicht so wirklich. „Schwerpunkt der Einbrüche war hier Wismar und das nähere Umland. Die Fallzahlen im Bereich der Grevesmühlener Außenstelle des Kriminalkommissariats weichen deutlich nach unten ab, das Revier Gadebusch verzeichnet noch einmal weniger Fallzahlen“, so Peter Kowaleczko.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei nochmals eindrücklich darauf hin, Dieben das Leben nicht zu leicht zu machen. So seien beispielsweise ein überquellender Briefkasten oder tagelang heruntergelassene Fensterrollladen sowie unbeleuchtete Wohnungen und Häuser eine direkte Einladung für ungewollte Besucher. Darüber hinaus rät die Polizei zu vermehrter Wachsamkeit. Dr. Michael Peters: „Rufen Sie bei verdächtigen Beobachtungen lieber einmal zu viel als zu wenig die Polizei an.“

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