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Wismar will Zahl der Schiffspassagiere steigern : Kreuzfahrtgeschäft wird angekurbelt

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Nun ist es amtlich und auch hansestädtisch abgesegnet, dass die Hansestadt Wismar intensiv in das Kreuzfahrtgeschäft einsteigen will. Einstimmig verabschiedete die Wismarer Bürgerschaft jetzt dazu einen Beschluss.

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erstellt am 04.Jul.2013 | 05:53 Uhr

Wismar | Nun ist es amtlich und auch hansestädtisch abgesegnet, dass die Hansestadt Wismar intensiv in das Kreuzfahrtgeschäft einsteigen will. Einstimmig verabschiedete die Wismarer Bürgerschaft jetzt dazu einen Grundsatzbeschluss, um die infrastrukturellen Voraussetzungen zu schaffen.

Und was dafür schon für das kommende Jahr prognostiziert wird, klingt in der Tat interessant - wenn es auch so funktioniert. Zumindest Michael Kremp, Geschäftsführer des Seehafens Wismar, ist optimistisch: 15 Schiffsanläufe sollen bereits im kommenden Jahr feststehen. Mit der Schaffung aller Voraussetzungen sollen pro Saison und Jahr sogar 30 Anläufe erfolgen bei einer geschätzten Zahl von bis zu 40 000 Passagieren, die im Hafen der Wismarbucht an Land gehen sollen.

Dies erfordert allerdings die Erweiterung und Umgestaltung des bereits bestehenden Liegeplatzes an der so genannten Stockholm-Pier. Kriterium dafür sind die seit Sommer 2004 in den deutschen Seehäfen in Kraft getretenen Sicherheitsbestimmungen anhand des so genannten ISPS Codes (International Ship and Port Facility Security) zur internationalen Gefahrenabwehr auf Schiffen in Häfen. Demnach muss der Terminal mit Zaun- und Toranlagen gegen unbefugtes Betreten gesichert werden, so die Vorschrift. Erfolgt zudem ein Passagierwechsel, so sind diese in Sicherheitsbereichen abzufertigen, wie es sie auch an Flughäfen gibt. Ist kein Kreuzfahrer zu Besuch, sollen die Absperrungen für Besucher wieder geöffnet sein.

Der Liegeplatz selbst soll um etwa 115 Meter verlängert werden, so dass zum Wasser hin an so genannten Dalben (im Hafengrund verankerte Haltepfeiler) Festmachemöglichkeiten bestehen. Zudem werden landseitig Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten notwendig.

Knapp drei Millionen Euro werden dafür bisher veranschlagt. Wismars Bürgermeister Thomas Beyer hofft dabei auf Fördermittel vom Land zwischen 60 und maximal 90 Prozent der förderfähigen Summe. Den Eigenanteil wollen Stadt und Seehafen gemeinsam tragen. "Erst wenn die Förderzusage vorliegt", so Beyer, "wird das Vorhaben realisiert." Im August beziehungsweise September sollen die Planungsleistungen vergeben werden. Der Baubeginn ist fürs kommende Jahr geplant.

Das Interesse an einem wachsenden Kreuzfahrtgeschäft besteht bereits seit geraumer Weile. Deshalb wurde bereits vor einem Jahr die Columbus Cruise Center Wismar GmbH, eine Tochtergesellschaft der Seehafen GmbH, ins Leben gerufen. In dieser Saison werden insgesamt drei Kreuzfahrtschiffe in der Hansestadt erwartet. Den Anfang macht am kommenden Montag, 8. Juli, die 192 Meter lange MS "Amadea". Das Motorschiff ist ausgelegt für gut 600 Passagiere.

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