Kreuzfahrtsaison Wismar : Kreuzfahrer überrascht Hansestadt

Die MS „Braemar“ eröffnete überraschend die Wismarer Kreuzfahrtsaison.
Die MS „Braemar“ eröffnete überraschend die Wismarer Kreuzfahrtsaison.

MS „Braemar“ befindet sich mit britischen Passagieren auf so genannter Mystery-Tour und eröffnet die Kreuzfahrtsaison

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12. Mai 2016, 21:00 Uhr

Das Unerwartete führt meist zu Überraschungen. Das dürften an der hansestädtischen Passagierkai nicht nur die mehrheitlich 810 britischen Bordgäste des schicken Kreuzfahrers „Braemar“ so empfunden haben. Auch zahlreiche Hafenbesucher erlebten den unangekündigten Erstbesuch eines schnittigen Cruiseliners.

Eigentlich wäre der Start in die Wismarer Kreuzfahrtschiffsaison dem Residenzschiff „The World“ am 2. und 3. Juni zugekommen. Doch da sich die unter Bahama-Flagge fahrende „Braemar“ der norwegischen Reederei Fred Olsen Cruise Lines auf so genannter Mystery-Tour befindet, wurde nach dem Start im englischen Dover und Nyborg in Dänemark, Kurs auf Wismar genommen. „Das allerdings durften die Passagiere nicht wissen, die erst am Morgen bei Einlaufen erfuhren, dass Wismar das heutige Tagesziel ist“, so der finnische Kapitän Robert Bamberg. Folglich bleiben ebenso die weiteren Ziele der zehntägigen Ostseekreuzfahrt ein Geheimnis. Nur der Zielhafen mit Dover an der südenglischen Kanalküste ist bekannt.

Der 50-Jährige erste Mann an Bord fand nicht nur den Wismarer Hafen interessant. sondern ebenso die Revierfahrt. Dabei äußerte er sich sehr lobend über die hervorragende Kooperation mit den beiden Lotsen. So war es bei schönstem Wetter möglich, den 195 Meter langen und 22,5 Meter breiten Kreuzfahrer ohne zusätzliche Schlepperhilfe bis zum Liegeplatz zu navigieren.

Bei der „Braemar“ handelt es sich um ein sehr gemütliches Schiff der klassischen Kreuzfahrt. Perfekt auf das Stammklientel abgestimmt, geht es an Bord „very british“ zu. Folglich ist auch die Bordsprache Englisch. Und auch die Tatsache, dass bei dieser Mystery-Tour die Gäste bis zur Ankunft im nächsten Hafen über dessen Namen in Unklaren bleiben, scheint auf sie einen besonderen Reiz auszuüben.

Die im Jahr 1993 als „Crown Dynasty“ bei Union Navale de Levante im spanischen Valencia gebaute MS „Braemar“ gehört seit 2001 zur Flotte der norwegischen Fred Olsen Cruise Line.

Bis dahin erlebte der Kreuzfahrer verschiedene Namenswechsel, Verkäufe und Umbauten. Mit einem Tiefgang von 5,45 Metern kann das Schiff auch Reviere befahren, in denen die großen „Klopper“ keine Chance mehr haben. Der Schiffsname rührt von dem gleichnamigen Ort Braemar, gelegen in den schottischen Highlands, etwa 80 Kilometer von Aberdeen entfernt.

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