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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. November 2017 | 16:16 Uhr

Gadebusch : Kreml: Polizeiorchester begeistert

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Berufsmusiker Mecklenburg-Vorpommerns spielen für die Mitglieder der Deutschen Kriegsgräberfürsorge

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 00:25 Uhr

Fast 1000 Euro wurden am Sonnabend vom Polizeiorchester Mecklenburg-Vorpommern für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge eingespielt. Nahezu 120 Gäste verfolgten den Auftritt des 30 Musiker starken Ensembles im Gadebuscher Kreml.

„Wir sind seit zwei Jahren Mitglied in der Deutschen Kriegsgräberfürsorge und haben auch schon deren Leistungen in Anspruch genommen. Heute wollen wir einmal sehen, was uns das Polizeiorchester bietet“, erzählt die Gadebuscherin Ingrid Bathcke. Zusammen mit ihrem Mann und dem Bruder aus Nürnberg sowie dessen Frau haben sich die vier einen gegenseitigen Besuch mit diesem Konzert abwechslungsreich gestaltet. „Das ist eine gute Möglichkeit, etwas Kultur zu genießen“, sagte die 74-Jährige. Auch ihr Bruder war von der Idee begeistert: „Mal sehen, ob uns die Musik gefällt. Meine Schwester hat das Orchester im Sommer schon mal auf dem Schlossberg erlebt und war begeistert“, sagte der 81-Jährige.

Die Familie der beiden Geschwister sowie sie selbst, versuchen schon seit Jahren herauszufinden, wo ihr Vater nach dem Tod im zweiten Weltkrieg beerdigt worden war. Bisher ohne Erfolg. „Er war 1942 das letzte Mal auf Besuch. Dann ist er bei Stalingrad gefallen. Seitdem suchen wir das Grab, haben aber leider noch nichts erreicht“, erzählt Ingrid Bathcke.

Dennoch halten sie die Kriegsgräberfürsorge für eine wichtige Einrichtung, immerhin hätte sie bereits vielen die Möglichkeit gegeben, sich von den Angehörigen bewusst zu verabschieden. Dem Thema entsprechend wählte auch das Polizeiorchester die Musik. Eine Komposition von Tschaikowski machte den Anfang. „Wir spielen zehn bis zwölf Konzerte für die Kriegsgräberfürsorge im Jahr. Der Reinerlös kommt jedes Mal diesem Verein zugute. Im Jahr sind das etwa 10 000 bis 12 000 Euro“, erzählte Dirigent Christopf Koert.

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