zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. November 2017 | 10:49 Uhr

Schulen in NWM : Kreis will Schulstandorte sichern

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Keine Änderung der Einzugsbereiche auf Elternwunsch angedacht. Die Gemeinden sollen im Februar angehört werden.

von
erstellt am 27.Jan.2015 | 23:00 Uhr

Hat die Schule Mühlen Eichsen eine Zukunft? Mit Fragen wie dieser beschäftigen sich die Bildungsexperten des Landkreises. Grund: Der Landkreis Nordwestmecklenburg und das Land MV werden mit der Verabschiedung der neuen Schulentwicklungsplanung 2015 bis 2020 in den kommenden Monaten über die Zukunft der Schulen im Nordwesten erneut entscheiden. Wer über ausreichende Schülerzahlen verfügt, der kann mit einem Weiterbetrieb rechnen.

Im Fall von Mühlen Eichsen könnte es beim alleinigen Blick auf die aktuell angemeldeten Schüler eng werden. Zumindest stuft der Kreis die örtliche Schule rein aus Zahlensicht als Problemfall ein. So werden die Schülermindestzahlen ab Klasse 5 voraussichtlich unterschritten. Des Weiteren fordert die Gemeinde Upahl neue Schuleinzugsgebiete – Grevesmühlen statt wie bislang Mühlen Eichsen als örtlich zuständigen Schulstandort.

Eine derart folgenreiche Entscheidung über die Zuständigkeit findet im Bildungsausschuss keine Mehrheit. „Lasst uns alle Schulen erhalten, sagt Simone Oldenburg (Linkspartei) mit Blick auf die Leitlinie des Kreistages. Fachdienstleiterin Gudrun Sturmheit empfiehlt: „Wir müssen das Schulnetz in seiner Gesamtheit betrachten, dabei sollte der Erhalt aller Schulen im Vordergrund stehen.“ Die Wünsche und Interessen der einzelnen Gemeinden müssten dem untergeordnet werden. Zumal eine Veränderung der Zuständigkeit/Einzugsgebiete Auswirkungen auf alle Schulen und Gymnasien habe. Demzufolge werden die Kinder aus Brüsewitz und Cramonshagen weiter in Lübstorf unterrichtet und nicht in Lützow. Dechower Kinder werden weiter auf die Grundschule Roggendorf gehen. So zumindest die Empfehlung des Bildungsausschusses an den Kreistag.

Die Schulstandorte für die Zukunft sichern, das sieht Mühlen Eichsens Schulleiterin Sybille Schläger als wichtiges Gebot. Sie sieht ihre Einrichtung gut aufgestellt: „Wir zählen in der künftigen 5. Klasse 21 Kinder. Der Gesetzgeber schreibt 22 vor. Anmeldeschluss ist allerdings erst der 28. Februar.“ Da gehe noch was, meint sie. Folglich sei der Stichtag abzuwarten. Meldet sich der letzte Schüler nicht an, wäre dies ein Ausnahmefall. Schläger: „Ab 2016 werden wir zwei erste Klassen einschulen. Alle Klassen, die der heutigen Vierten folgen, zählen mehr als 22 Kinder.“ Zudem habe die Schule integrativen Charakter, lebe die vom Land geforderte Inklusion, die Einbindung verhaltensauffälliger Schüler in den Alltag.

Darüber hinaus behalten die Schulwegzeiten ihre Gültigkeit, dürfen Kinder nicht länger als 60 Minuten im Verkehr unterwegs sein. „13 Einrichtungen, darunter Schlagsdorf, sind davon betroffen, gilt diese Regelung“, sagt Klaus Jürgen Ramisch. Ob das Land alle Kriterien gelten lässt, wird sich nach den beiden anstehenden Kreistagssitzungen im Februar und April abzeichnen. Die betroffenen Kommunen werden unmittelbar nach der Kreistagssitzung im Februar beteiligt. Sie werden zur Schulentwicklungsplanung des Kreises gehört. Über die Ausgestaltung – Kostenverteilung beim Wunsch und Wahlrecht – wird der Kreistag im April entscheiden.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen