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Bahnverbindung Schönberg - Rehna : Kreis unterstützt Lückenschluss

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Pro Bahn und Kreis wollen Gutachten für Bahnverbindung Rehna-Schönberg erstellen. Gadebusch und Rehna fördern das Projekt

von
erstellt am 07.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Wie zukunftsorientiert und durchführbar ist der Bahnlückenschluss Rehna-Schönberg? 120 Jahre nach Eröffnung der Bahnstrecke nach Rehna wird sich ein unabhängiges Gremium von Verkehrsexperten mit der Schienenanbindung der Region Lützow-Gadebusch-Rehna und letztlich der Landeshauptstadt Schwerin an die Metropolregion Hamburg beschäftigen. Der Kreisausschuss für Wirtschaft- und Tourismus plädierte auf seiner jüngsten Tagung für die Erstellung eines Gutachtens. „Das bewerten wir sehr positiv“, sagte gestern Marcel Drews, Landesvorsitzender des Fahrgastverbandes Pro Bahn. Der Verband hatte in den zurückliegenden Wochen die Initiative zur Erstellung eines Verkehrsgutachtens angestoßen. Offen war bislang die Finanzierung. Zirka 15 000 Euro müssen dafür bereitgestellt werden. Mit der angekündigten Unterstützung des Kreisausschusses will der Landkreis sich mit zirka 5000 Euro beteiligen. Weitere 6000 Euro stellen Pro Bahn, 1000 Euro die Stadt Rehna und 2000 Euro die Stadt Gadebusch bereit – so lauten die Beschlüsse der beratenden Gremien.

Einzige Bedingung: Damit auch belastbare Aussagen vorliegen, möchte der Landkreis Nordwestmecklenburg das Gutachten in Auftrag geben. Das forderte auch Kreisausschussmitglied Karl-Heinold Buchholz. „Es geht uns allen um ein neutrales und ergebnisoffenes Gutachten“, sagt auch Drews. Zehn Jahre wurde über solch ein Papier diskutiert, nun sei der Weg geebnet.

Martin Reininghaus, Stadtvertreter von Rehna und Mitglied im Bündnis Bahnlückenschluss „Rehna-Schönberg“, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Alle Fraktionen im Ausschuss haben grundsätzlich ihre Unterstützung zugesichert. Wir alle erhoffen uns Fakten, auf deren Grundlage wir Entscheidungen treffen können“, sagt Reininghaus. Im Vorfeld erläuterte er dem Kreisgremium Chancen und Möglichkeiten, die ein Lückenschluss mit sich bringt.

Für Gadebusch und Rehna ist die Beteiligung sogleich ein deutliches Signal in Richtung Landesregierung in Schwerin. Sie haben ein grundsätzliches Interesse an der Erhaltung der Bahnverbindung. Dass solch ein Vorhaben nur mit der Aufwertung der Strecke und folglich dem Lückenschluss gelingen kann, wurde in den zurückliegenden Jahren vor dem Hintergrund fehlender Fahrgäste immer deutlicher. Darüber hinaus steht die Entwicklung der Kommunen in einem engen Zusammenhang mit der Verkehrsinfrastruktur. Insbesondere Rehna hat für die nächsten Jahre zahlreiche Ideen, jungen Familien Platz für Eigenheime bereitzustellen. Eine unkomplizierte und funktionierende Anbindung an Lübeck und Hamburg setzt dies voraus.

 

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