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Nordwestmecklenburg : Kreis sichert Schulsozialarbeit

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Im Nordwesten sind 14 Stellen bis 2020 durchfinanziert . Vier Millionen Euro für Bildung- und Teilhabepaket von Familien nicht abgerufen

von
erstellt am 29.Sep.2014 | 00:52 Uhr

Wohin mit den Millionen? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Kreistag Nordwestmecklenburg. Knapp 1,23 Millionen Euro unverbrauchter Mittel aus dem so genannten Bildungs- und Teilhabepaket suchten einen neuen Verwendungszweck. Geld, das der Bund zur Verfügung gestellt hatte. „Wir hatten einfach nicht genügend Antragsteller für die Leistungen aus diesem Paket“, sagte Landrätin Kerstin Weiss (SPD).

Gegenwärtig nutzen von fast 7000 Anspruchsberechtigten nur etwa die Hälfte die zur Verfügung stehenden Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Zu den Leistungen zählen unter anderem die Kostenübernahme für eintägige und mehrtägige Fahrten von Kita und Schule, ein Zuschuss zur Beschaffung von Schulbedarf oder aber ein Zuschuss zum gemeinsamen Mittagessen an Schulen und Kindertageseinrichtungen.

Wie erwartet, beschlossen die anwesenden Kreistagsmitglieder einstimmig, die unverbrauchten Mittel in die Finanzierung weiterer Stellen für die Schulsozialarbeit zu verwenden. Ein Teil seiner ausgereichten und im Nordwesten nicht verbrauchten Gelder (rund vier Millionen Euro) hat der Bund bereits zurückgefordert. Die Summe beläuft sich auf rund 984 000 Euro.

Bereits Anfang 2014 hatte der Kreistag über den Einsatz von 1,8 Millionen Euro aus dem Teilhabepaket im Sinne der Schulsozialarbeit entschieden. Die unverbrauchten Mittel aus 2011 (rund 1,88 Millionen Euro) wurden zur Finanzierung der Schulsozialarbeiterstellen bis 2017 und für die Einführung der Bildungskarte vorgeschlagen.

Mit dem jüngsten Beschluss wird der Nordwestkreis in die Lage versetzt, die vorhandenen Stellen für Schulsozialarbeit langfristig durchzufinanzieren. Bei den 1,23 Millionen Euro geht es konkret um den Zeitraum 2018 bis 2020. „Die vorhandenen 14 Stellen sind damit ausfinanziert“, beton Landrätin Kerstin Weiss. Damit lege der Nordwestkreis den Schwerpunkt auf den Erhalt der Stellen sowie einer kontinuierlichen Arbeit. Kurzfristig wäre laut Weiss die Schaffung neuer Stellen möglich gewesen, allerdings ohne langfristige Finanzierungsmöglichkeiten. Träger der 14 Schulsozialarbeiterstellen sind u. a. die Arbeiterwohlfahrt, das Jugendhilfezentrum e.V., das Bildungszentrum Nordost sowie der Kinder- und Jugendfreizeit e.V. Letztere Einrichtung hält eine Stelle in Gadebusch vor. Weitere Stellen gibt es in der Allgemeinen Förderschule Grevesmühlen, im Berufschulzentrum Nord als auch am Gymnasium Grevesmühlen. Die Zuschüsse für die jeweiligen Träger belaufen sich auf 20 000 bis 43 500 Euro.


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