Tarifstreit : Kreis rechnet mit 1,6 Millionen Euro

„Wir sind es wert“, Luftballons mit dieser Aufschrift könnten auch bald in Nordwestmecklenburg aufsteigen.
„Wir sind es wert“, Luftballons mit dieser Aufschrift könnten auch bald in Nordwestmecklenburg aufsteigen.

Auch die Ämter gehen von Mehrausgaben aus. Gewerkschaften fordern 100 Euro und ein Plus von 3,5 Prozent

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22. März 2014, 00:32 Uhr

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes drohen weitere Warnstreiks. Die Streikwelle könnte ab der nächsten Woche auch MV treffen. Denn nach Gewerkschaftsangaben sollen zunächst Brandenburg und Baden-Württemberg den Anfang machen. Die übrigen Bundesländer sollen sich in den Folgetagen anschließen. Konkrete Streikankündigungen im Landkreis Nordwestmecklenburg gab es gestern noch nicht.

Verdi und der dbb-Beamtenbund fordern eine Erhöhung der Gehälter um einen Sockelbetrag von 100 Euro und um 3,5 Prozent. Das würde für den Landkreis Nordwestmecklenburg Mehrausgaben in Millionenhöhe bedeuten.

Die Mehrkosten bei Abschluss der Tarifverhandlungen mit der Forderung der Gewerkschaft entsprächen für das Jahr 2014 rund 1,66 Millionen Euro. Bei der Haushaltsplanung 2014 sei eine Tarifsteigerung in Höhe von zwei Prozent eingeplant. „Die Mehrkosten für 2015 betragen in der Gesamtsumme ca. 2,3 Millionen Euro“, erklärte Kreis-Pressesprecherin Petra Rappen gestern auf SVZ-Anfrage.

Auf höhere Ausgaben beim Personal stellt sich auch das Amt Gadebusch mit seinen 28 Mitarbeitern ein. Hier könnten zusätzliche 80 000 Euro zu Buche schlagen, sollten sich die Gewerkschaften im Tarifstreit mit ihren Forderungen durchsetzen. Von einem Gehaltsplus profitieren würden auch Mitarbeiter von Büchereien, Museen und Busbetrieben.

Warnstreiks im Landkreis Nordwestmecklenburg hatte es zuletzt im März 2012 gegeben. Damals legten Mitarbeiter der Kreisverwaltung zeitweilig die Arbeit nieder und beteiligten sich an einer Protestaktion in Schwerin. Im Mai desselben Jahres gab es zudem einen Warnstreik von Mitarbeitern kommunaler Busunternehmen, woraufhin der Busverkehr in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg lahmgelegt wurde.


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