Neue Ausstellung im Kloster rehna : Kreativität auf Kaffeesäcken

Bunte Bilder auf unterschiedlichem Material: Gundula Wallenborn zeigt ihre Gemäde im Kloster Rehna.
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Bunte Bilder auf unterschiedlichem Material: Gundula Wallenborn zeigt ihre Gemäde im Kloster Rehna.

Künstlerin Gundula Wallenborn nutzt als Leinwände ungewöhnliche und ausgemusterte Materialien. Ausstellung startet am Freitag

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05. September 2017, 21:00 Uhr

Recyclen mal anders. Die Künstlerin Gundula Wallenborn benutzt als Untergründe für ihre Bilder alte Lkw-Planen, Kaffeesäcke, Baupläne und Seekarten. Die ungewöhnlichen Leinwände samt Werken präsentiert sie ab kommendem Freitag, 8. September um 18 Uhr, im Kloster Rehna.

„Ich bin für Wiederverwertung“, sagt Gundula Wallenborn. Das sei in den 15 Jahren, die sie als Künstlerin tätig ist, ihr Kredo geworden. „So kann etwas Altes für etwas Schönes verwendet werden“, sagt sie.

Neben dem ökologischen Aspekt, so die Künstlerin, experimentiere sie gerne mit verschiedensten Materialien. So zeichnet sie zum Beispiel mit Federkiel und Tinte auf alten Seekarten. Dass sie dabei keine weiße Fläche hat, tut ihrer Kreativität keinen Abbruch. Stattdessen sollen sich ihre Zeichnungen und die Ursprungsmotive ergänzen. „Die Farben des Bildes sind nicht von mir, sondern von der alten Karte“, erklärt die Künstlerin. Auch bei Werken auf alten Kaffeesäcken lege sie Wert darauf, die Grundmuster zu erhalten und den Stoff nicht völlig unter der Farbe verschwinden zu lassen.

Welche Motive letztlich auf den „Leinwänden“ landen, ist der Künstlerin nicht von vornherein klar. Die Motive ergeben sich erst während des Entstehungsprozesses. „Ich nehme viel Farbe und einen dicken Pinsel und schaue, was dabei rauskommt.“ Wegen dieser selbst genommenen Freiheit will Gundula Wallenborn ihren Bildern auch keine Titel geben und so den Eindruck der Gäste bereits vorher prägen. „Die Betrachter sollen sich selbst ihre Gedanken machen können.“ Die einzige Ausnahme in der kommenden Ausstellung ist ein Bild mit dem Namen „Narzissmus“. Bei diesem Acrylgemälde ist ihr dieser Namen sofort eingefallen, sagt Gundula Wallenborn.

Neben Arbeiten mit Pinsel und Farbe beschäftigt sich die Künstlerin auch viel mit Holz- und Linoldrucken. „Die Idee dazu kam mir, als ich in Hamburg im Kunstmuseum Linoldrucke sah. Da war es um mich geschehen und ich dachte mir: Das will ich auch“, erzählt Gundula Wallenborn. Die Ausstellung der Künstlerin ist bis zum 10. Oktober zu besichtigen.

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