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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. September 2017 | 17:10 Uhr

Radegast : Kraut ist raus, Wasserspiegel sinkt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Mahd an der Radegast, Landesgewässerschau am Mittwoch . Projekt Radegast und Entschlammung Mühlenteich weiter aktuell

von
erstellt am 22.Jul.2017 | 04:45 Uhr

Ein Fluss , der mäandert, sich schlängelt wie die Radegast zwischen Gadebusch und Rehna, solche Abschnitte sind besondere Arbeitsgebiete für Vladimir Keil. Gemeinsam mit seinem Kollegen Andrey Lutz vom Landschaftsbau Joost schippert er dieser Tage flussaufwärts. Sie steuern das Entkrautungsboot, kürzen damit den Pflanzenbewuchs. „Die Wirkung ist erkennbar. Neulich standen die Wiesen noch unter Wasser. Jetzt ist der Wasserspiegel zirka 30 Zentimeter gesunken“, erzählt Keil. Der Rückstau sei einerseits auf die starken Niederschläge im Juli zurückzuführen, aber ebenso auf das Pflanzenwachstum im Fluss.

„Allein im Juni/Juli verzeichneten wir zirka ein Drittel der Jahresniederschlagsmenge in der Region“, erzählt Andrea Bruer. Die Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbandes Stepenitz-Maurine betont, dass es von Bedeutung ist, dass die Gewässer intakt sind, damit große Niederschlagsmengen aufgenommen werden können. Eben dafür zeichnet der Wasser- und Bodenverband verantwortlich. Allein im Gebiet der Radegast sind rund 60 Kilometer an Gräben und Flüssen in der Pflege. Eine Pflichtaufgabe, die der Verband in Zukunft durch freiwillige Zusatzleistungen noch untermauern möchte.

Im Kern geht es um die Entschlammung stark mit Schlamm gefüllter Gewässer wie der Burgsee Gadebusch und der Mühlenteich in Rehna. Ein Millionen von Euro schweres Projekt, für das das Land nun Geld locker machen will.

Der Wasser- und Bodenverband arbeitet bereits über Jahre an dem Vorhaben. Bei der am Mittwoch, 26. Juli stattfindenden Landesgewässerschau besteht die Chance, mit Minister Till Backhaus und Experten die Projekte vor Ort besprechen zu können. Grundlage bildet der vorliegende Gewässerentwicklungs- und Pflegeplan, der mit den Gemeinden Holdorf, Wedendorfersee, der Stadt Rehna und dem Planungsbüro „biota“ erarbeitet wurde. In Kooperation mit Gadebusch könnte beginnend von der Münzstadt die Entschlammung und die Schaffung von Schlammentnahmestellen an der Radegast starten. Am Ende würde sich für Rehna ein lang gehegter Wunsch – die Entschlammung des Mühlenteiches – erfüllen. Nach SVZ-Informationen sind allein für den Mühlenteich rund 1,6 Millionen Euro veranschlagt.

Bei der am Mittwoch stattfinden 4. Landesgewässerschau will der gastgebende Wasser- und Bodenverband Stepenitz-Maurine zielführende Details besprechen. Start ist um 9 Uhr in Rehna. Anschließend erfolgen Gewässerschauen in Utecht, Dassow und Rehna. In der Klosterstadt erfolgt die Abschlussbratung u.a. über das Projekt Radegast und Zukunftsfragen Mühlenteich.

 

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