naturnah : Kräuter gegen Plagegeister

„Bei manch fallender Blüte regt sich manchmal dann doch Mitleid“, so Hajo Kahl.
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„Bei manch fallender Blüte regt sich manchmal dann doch Mitleid“, so Hajo Kahl.

Mit steigenden Temperaturen wird es um uns herum auch wieder verstärkt summen und brummen. Es müssen nicht immer Chemiekeulen und klebrige Fallen sein

svz.de von
31. Juli 2015, 23:43 Uhr

Endlich ist der Sommer zurück. Steigende Temperaturen, Sommerwetter, vielleicht sogar große Hitze werden in den nächsten Tagen für ein mediterranes Lebensgefühl sorgen. Mit steigenden Temperaturen wird es aber um uns herum auch wieder verstärkt summen und brummen. Stechmücken, Motten, Fliegen und Wespen werden nichts anderes im Sinn haben, als uns zu ärgern, zu pieksen oder unseren Lebensmitteln in Küche und Vorratsraum einen Besuch abzustatten.

Um Insektenbesuche im erträglichen Rahmen zu halten, haben sich die Menschen immer schon einiges einfallen lassen.

Mit Zucker- oder Honigwasser gefüllte Flaschen locken Wespen und Fliegen an und bescheren ihnen eine „süßen“ Tod. Aufgehängte Klebestreifen und mit Leim getränkte Tücher locken Fluginsekten auf ihre klebrigen Flächen, um sie dort qualvoll verrecken zu lassen. Chemiekeulen als Spray oder im Putzwasser für die Fenster lassen nicht nur Plagegeister sterben, sondern sorgen auch bei Mensch und Haustier für leichte Vergiftungen, Haut- und Atemwegreizungen und für was weiß ich für Spätfolgen. Fliegenklatschen, konventionell oder elektrisch hinterlassen schöne Muster auf Möbeln, Wänden und Computerbildschirmen und erinnern noch im Winter an warme Sommertage.

Viel netter und eleganter sind da doch kleine Geschenke an die, die uns Böses oder einfach nur überleben wollen. Was liegt da nicht näher, als ein kleiner Blumenstrauß oder eine Topfpflanze liebevoll ins Fenster gestellt. Blödsinn werden sie sagen, Mücke und Co. noch mit Blumen begrüßen – so ein Schwachsinn. Tatsächlich hilft nicht jede Topfpflanze und jeder Blumenstrauß die ungeliebten Eindringlinge fern zu halten.

Kräutersträuße, frisch oder getrocknet, aus Salbei, Minze, blühendem Johanniskraut, Kamille und Lavendel wirken Wunder und duften herrlich. Ich habe aus diesen Pflanzen nicht nur Sträuße gebunden, sondern auch Blütenkränze gefertigt, die ins Fenster gehängt über Wochen die Plagegeister fern halten. Mit Basilikum, Tomaten und Lavendel in Töpfen habe ich gleichfalls beste Erfahrungen gemacht.
Allerdings heißt es hier nicht kleckern, sondern klotzen. In jedem meiner Küchenfenster stehen drei prächtige Basilikumtöpfe, die nicht nur als Insektenschreck, sondern auch als Würzkraut genutzt werden, auf den Tischen unseres „Kastanienhof Gartencafé’s“ vereitelt üppiger Lavendel Mückenangriffe und in den Gästezimmern sorgen Kräutersträuße auf Fensterbänken und Nachttischen für einen ungestörten Schlaf.



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