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Mühlen-Triathlon : Kräftemessen in Stove angesagt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Vorjahressieger Raik Hellwig holt auch bei der zweiten Auflage des Spektakels den Titel. Insgesamt 47 Sportler gingen an den Start.

Schwimmen, Laufen, Rad fahren sind jede für sich betrachtet schöne Sportarten. Wer sich nicht entscheiden kann, macht alle drei. „Triathlon ist kein Wettkampf, sondern eine Interessengemeinschaft“, sagte Uwe Wonneberger, der am vergangenen Sonnabend extra aus Berlin nach Stove gekommen war, um beim 2. Mühlen-Triathlon dabei zu sein.

Unsommerliche 19 Grad Celsius Lufttemperatur luden eher zu Couch und Kuscheldecke, als zum Baden ein. Dennoch drängten sich 47 Starter vor dem kleinen Sandstrand am Mühlenteich. Sie warteten auf den Startschuss von Bürgermeister Norbert Baumann, einige von ihnen im wärmenden Neopren-Anzug. „Das gibt etwas Auftrieb und schützt vor dem Auskühlen, was vor allem schwächeren Schwimmern zugutekommt“, erklärte Raik Hellwig. Der Gewinner des ersten Mühlen- Triathlons verzichtete auf Neopren: „Es kostet beim Umziehen Zeit. Für die kurze Distanz von 400 Metern lohnt sich das nicht.“

„Im letzten Jahr 32 Starter, in diesem Jahr 47, davon sieben Frauen. Wir scheinen etwas richtig gemacht zu haben“, so Mitinitiator und Organisator des Stover Triathlons, Gerald Keller. Der begeisterte Sportler, Lieblingssport Rad fahren, steht zusammen mit Sohn Brun im Starterfeld am Strand.

Nach der erfolgreichen Premieren-Veranstaltung war die Gründung eines eigenen Vereins nur folgerichtig. Zehn Mitglieder zählt der veranstaltende Trisport Stove e.V. inzwischen. Acht Triathleten nahmen selbst an dem Spektakel teil, einer von ihnen ist Björn „Börtie“ Schülke. Mit Team-Kollege Brun Keller war er schon nach dem Schwimmen in der Spitzengruppe gewesen. Am Ende kam er als fünfter und Teambester mit rund vier Minuten Rückstand auf Sieger Raik Hellwig ins Ziel.

Nach acht Minuten hatte „Raikete“, noch an zehnter Stelle, das Wasser verlassen, war in die Radlerschuhe geschlüpft und hatte sein 5000 Euro teures Rennrad auf die 24 Kilometer lange Strecke gelenkt. Seit zehn Jahren ist er Triathlet, startete schon mit Erfolg in der Königsdisziplin, dem Ironman. Carlow, Groß Rünz, Demern, Dechow, Groß Molzahn waren die Stationen, an denen sich die Teilnehmer mit Wasser erfrischen konnten, bevor sie in Stove erneut die Schuhe wechselten, um die letzten fünf Kilometer im Laufschritt hinter sich zu bringen.

„Hier gibt es keine Niederlagen, jeder, der ankommt, gewinnt, denn er hat es gewagt und geschafft. So eine tolle Leistung verdient unseren Respekt“, bringt es Sprecher Andreas Spiewack am Ende auf den Punkt. Den Termin für nächstes Jahr haben sich die Teilnehmer schon vorgemerkt: 15. August 2015.


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