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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 00:33 Uhr

Feuerwehr : Kräftemessen am Moorweg

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Amtswehrtag in Roggendorf: 100 Einsatzkräfte ringen in Teamarbeit um Punkte.

Der Wettergott hat ein Einsehen. Als Amtswehrführer Ralf Siewert für die Begrüßung ans Mikrophon tritt, hört es auf zu regnen. Rund 100 Feuerwehrleute und mehr als 40 Jugendliche sind in aller Frühe ausgerückt und warten jetzt auf dem noch nassen Platz am Moorweg in Roggendorf auf den Beginn des Kräftemessens. „Wir sehen darin weniger einen Wettkampf, sondern verstehen es als Motivation, eine Möglichkeit zur Überprüfung des Leistungsstandes, für das Team, aber auch für jeden persönlich“, erklärt Ralf Siewert. Nicht die schnellste Mannschaft siegt, sondern die beste. „Dafür werden an verschiedenen Stationen Fähigkeiten abgefragt, die im Ernstfall wichtig sind“, so Siewert.

Einer für alle, alle für einen, das sind die Regeln. Fehlt ein Detail, ist das Kommando unvollständig oder hat einer seine Ausrüstung nicht korrekt angelegt, müssen alle dafür gerade stehen. Was in diesem Fall bedeutet: Null Punkte. „Auch im Einsatz ist jeder auf jeden angewiesen“, sagt Siewert. Neun Kameraden zählen die Löschruppen-Teams, sieben die der Jugendlichen. Wo nicht genügend Teilnehmer aus den eigenen Reihen gestellt werden konnten, fanden sich mehrere zusammen: Kneese mit Lützow und Kittlitz, Veelböken mit der Partnerwehr Wahlstedt (Schleswig-Holstein), Roggendorf mit Klein Salitz. Die Teilnahme ist freiwillig. „Wir haben 14 Jugendliche hier, das sind zwei Teams. Aber Teamwork ist wichtig, da konnten wir doch niemanden zuhause lassen“, erzählt Arne Schlien, Jugendwart der Feuerwehr Gadebusch. Also teilen sie sich die Aufgaben.

Die Organisation ist perfekt. Im Losverfahren verteilt Andra Tiedemann-Olk vom Amt Gadebusch die Aufgaben an die Teams. Sechs warten auf die Löschmannschaften, sieben auf die Jugend. Da müssen Fragen beantwortet, Geräte angelegt, Saugrohre verlegt, ein kompletter Löscheinsatz vorbereitet werden. Übungen wie korrekte Knotenbindung, Aufbau einer Bockleiter, Feuerwehr-Grundübung oder Schlauchzielwurf stehen bei den Jugendlichen auf dem Programm.

Wer Hektik und Spektakuläres erwartet hat, bekommt stattdessen Ruhe, Konzentration und gut eingespielte Teams geboten. Während die Fünftklässlerin Leonie Wagner aus Dragun sich auf das Bogenschießen konzentriert, muss sich an einer anderen Station der Gadebuscher Bernd Leisinger in voller Atemschutz-Ausrüstung der Bewertung stellen. Und als Florian Illmann und seine Kollegen aus Kneese Saugrohre verlegen, erprobt sich der 9-jährige Amon Wiecka von der Gadebuscher Jugendwehr an den Hindernissen für die Grundübung.

„Wir sind sehr gut in der Zeit“, freut sich der stellvertretende Amtswehrführer Andreas Hartmann.

Schon mittags ist das Pensum geschafft, kurze Zeit später die Ergebnisse bekannt. Angesichts des Jubiläums hat das Amt Gadebusch die Kosten übernommen, der Förderverein der Roggendorfer Wehr sorgt für liebevolles Catering, Bürgermeister Rico Greger schickt eine Blaskapelle und Amtswehrführer Siewert lässt ein Fass aufmachen.

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