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Das "Erste Deutsche Schrottorchester " spielt in Gadebusch auf : Konzert der ungewöhnlichen Art

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In der Stadt Gadebusch war es am Sonnabend zeitweilig ziemlich laut. Grund dafür war der Auftritt des "Ersten Deutschen Schrottorchesters" auf dem Gelände des Raiffeisenmarktes. Das Ensemble sucht noch Mitstreiter.

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erstellt am 07.Apr.2013 | 05:39 Uhr

Gadebusch | In der Stadt Gadebusch war es am Sonnabend zeitweilig ziemlich laut. Grund dafür war der Auftritt des "Ersten Deutschen Schrottorchesters" auf dem Gelände des Raiffeisenmarktes. 13 von insgesamt 16 Männern und Frauen trommelten dort unter der Leitung von Andreas Kruse mit Besenstielen auf alte leere Tonnen. Das hört sich einfacher an, als es tatsächlich ist. Denn es werden Rhythmen aus Rock, Pop, Beat und Samba gespielt.

"Rhythmusgefühl gehört schon dazu und damit die Einsätze stimmen, üben wir immer donnerstags ab 19 Uhr im Alten Schützenhaus in Gadebusch", sagte Kruse. Er warb um weitere Mitglieder und lädt Interessierte zur Probestunde ein.

Gegründet worden war das Schrottorchester im Oktober 2011 mit drei Mitgliedern. Birgit Triebsch aus Renzow und Ursula Erler aus Gadebusch gehörten dazu. "Mit jedem Auftritt wurden wir größer", erzählten sie schmunzelnd. Nicht zuletzt ist es die fröhliche Atmosphäre in der Gruppe, die überzeugt. Sponsoren werden übrigens auch für den Schrott, also saubere leere 60-Liter-Tonnen, gesucht. "Die Tonnen halten leider nicht sehr lange. Je nach Schlagkraft sind sie nach etwa vier Wochen kaputt", erklärte Profi Andreas Kruse. "Die größeren 100-Liter-Tonnen sind zwar stabiler, aber damit würden wir ein logistisches Problem kriegen", erzählte er.

Schon jetzt ist die Truppe mit einem voll gepackten Pferdeanhänger bis nach Berlin unterwegs. Eine Ausnahme bildet Bassist Thomas Kröpelin aus Rögnitz. Er gibt mit gepolsterten Klöppeln auf drei größeren Kunststofftonnen den Ton an.

Die Zuhörer beim Frühlingsfest des Raiffeisenmarktes waren begeistert. "Gefällt uns sehr gut", bestätigten Rita und Gerald Fiedler aus Meetzen. Geschäftsführerin Heike Grade nutzte das Orchester für einen Trommelwirbel bei der Verkündung der Gewinner. Denn alle Kindereinrichtungen im Amtsbereich hatten bei einem Malwettbewerb mitgemacht.

"Jeder bekommt ein Präsent und einen Gutschein. Die können ab sofort bei uns im Markt abgeholt werden", informierte Marktleiter Mathias Flägel. Er gratulierte auch dem Gewinner des Nagelwettbewerbs: Rolf-Rüdiger Richter aus Dragun.

Wer das "Erste Deutsche Schrottorchester" einmal live erleben möchte, der ist am Mittwoch, den 1. Mai, zum Kunst-und Handwerkermarkt in das Dorf Rögnitz eingeladen.

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