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Gadebuscher schnuppert Seeluft : Kontrollgang auf einem Kreuzfahrer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ein Bundespolizist aus Gadebusch arbeitet dort, wo andere Urlaub machen. 8000 Passagiere besuchten 2017 die Welterbestadt Wismar

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Seehafen Wismar, Liegeplatz 13, 7.15 Uhr am gestrigen Montag. Unmittelbar nachdem Besatzungsmitglieder MS „Saga Sapphire“ die Zugangsbrücke klar gemacht haben, betreten Silvana Bonewinkel und Thomas Konieczny das aus Riga eingelaufene Kreuzfahrtschiff. Gemeinsam mit seiner Kollegin kümmert sich der Bundespolizeibeamte aus Gadebusch um die polizeiliche Einreisekontrolle für Passagiere und Besatzungsmitglieder des letzten Kreuzfahrers dieses Jahres in der Unesco-Welterbestadt.

Ein paar Gänge entlang geht es anschließend erst einmal mit dem Fahrstuhl ins achte von insgesamt zwölf Decks des 200 Meter langen Schiffes. Im Card Room, dem Treffpunkt der Bridge-Freunde unter den überwiegend britischen und überwiegend älteren Passagieren, liegen bereits die Listen mit allen wichtigen Daten zu Passagieren und Besatzungsmitgliedern bereit. Jeden einzelnen Pass der an Bord befindlichen Personen zu kontrollieren, wäre bei 664 Passagieren und 425 Crewmitgliedern einfach unmöglich.

„Wir bekommen die Listen deshalb bereits vorab zugeschickt und gleichen diese noch vor dem Anlaufen der Schiffe ab. Wenn wir an Bord gehen, händigen uns die Sicherheitsoffiziere dann nur noch einen Passagierschein für alle Reisenden aus“, sagt Thomas Konieczny. Superpassagierschein nennen dies die kontrollierenden Beamten vom Bundespolizeirevier Wismar intern. Die einzelnen Passagiere sehe man Auge in Auge eher kaum, Probleme gebe es eher selten. Höchstens mal ein abgelaufener Ausweis oder ein plötzlicher Crew-Wechsel, weil ein Besatzungsmitglied krank geworden ist. Nach einer knappen Viertelstunde verabschieden sich die Polizeioberkommissarin und der Polizeihauptmeister wieder von Bord. Besondere Vorkommnisse gabe es an diesem Tag keine, so dass sie das Schiff für den Landgang freigeben können.

Mit dem Einlaufen der MS „Saga Sapphire“ geht die diesjährige Kreuzfahrtsaison in Wismar zu Ende. Elf Schiffe mit insgesamt gut 8000 Passagieren an Bord haben die Welterbestadt besucht. „Wir haben eine sehr erfolgreiche Saison hinter uns, mit Aussicht auf Steigerung“, zieht Ingmar Bünting ein erstes Fazit. Selbst die Tatsache, dass die Kreuzfahrer vom dafür vorgesehenen Pier im Alten Hafen wegen Baumaßnahmen auf die gegenüberliegende Seehafenseite ausweichen mussten, hätte nach Aussage des Kreuzfahrtkoordinators bei der Columbus Cruise Center Wismar GmbH die gute Laune sowohl bei Gastgebern als auch den Gästen nicht trüben können.

Ein Ausnahmezustand, der schon im nächsten Jahr der Vergangenheit angehören soll. 14 Schiffsankünfte sind schon heute für 2018 bestätigt. Ingmar Bünting: „Wir rechnen dann mit ungefähr 10  000 Passagieren.“

 

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