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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 08:36 Uhr

Kontakte knüpfen im Schnelldurchlauf

vom

svz.de von
erstellt am 19.Apr.2013 | 09:44 Uhr

Wismar | Die Wirtschaft sucht Fachkräfte, die angehenden Maschinenbauingenieure, Betriebswirte oder Wirtschaftsjuristen der Hochschule Wismar halten Ausschau nach interessanten Jobs. Um Studenten und Unternehmen zusammenzubringen, gibt es an der Hochschule die Firmenkontaktbörse - und dabei werden auch Kontakte im Schnelldurchlauf geknüpft.

Christin Balz gibt das Tempo vor, denn sie hat die Uhr im Blick und eine Glocke zur Hand. Klingelt die Wirtschaftstransferbeauftragte der Hochschule, dann sind die sechs Minuten um, die sich Studenten und Firmenvertreter teilen, um sich vorzustellen und zu präsentieren. Thore Schild ist einer der Studenten, die sich vorstellen wollen, Steffen Himstedt ist einer dieser Unternehmer, die für ihre Firmen neue Mitarbeiter suchen. Und so sitzen sich der Betriebswirtschaftsstudent im zweiten Semester und der Managing Director der Trebing & Himstedt Prozeßautomaten GmbH aus Schwerin an einem kleinen Tisch gegenüber, um sich - so wie zeitgleich an acht weiteren Tischen andere Studenten und Unternehmer auch - kennenzulernen. High-Speed-Corner nennt die Universität dieses Angebot. Und mit hoher Geschwindigkeit wollen alle Teilnehmer mit ihren Lebensläufen und Firmenprofilen punkten.

Die Glocke ertönt, und wer sich jetzt nicht konzentriert, wird im Stimmengewirr seinen Gesprächspartner gegenüber kaum verstehen. Thore Schild weiß, wie laut es in diesem Uni-Lehrsaal zugeht, wenn 20 Menschen gleichzeitig reden. Bereits am ersten Tag der zweitägigen Firmenkontaktbörse hat er beim Business Speed Dating mitgemacht. "Guten Tag, mein Name ist Thore Schild. Ich bin 23 Jahre jung und zuerst möchte ich etwas über meine Vergangenheit erzählen, dann über meine derzeitige Situation und wie ich mir meinen zukünftigen Arbeitgeber vorstelle", legt der Student los. Steffen Himstedt macht sich Notizen, schreibt auf, dass Thore Schild in Rendsburg Haupt- und Realschule besuchte, in Hamburg sein Wirtschaftsabitur machte und Schülersprecher war. Er spricht Englisch, paukt gerade Spanisch und will demnächst auch Russisch lernen. Und er möchte als Werkstudent so früh wie möglich praktische Erfahrungen sammeln. Die Infos gibt’s kompakt und im Eiltempo. Drei Minuten sind um, jetzt ist Unternehmer Himstedt an der Reihe: In der Region verwurzelte Firma, auch international tätig. 40 Mitarbeiter. IT-Unternehmen, das Produktionssoftware liefert. Junges Team, familienfreundlich. Da ist sie wieder, die Glocke. Visitenkarten austauschen, ein Handschlag, weiter geht’s für Student Schild an den nächsten Tisch.

Visitenkarten und einen eigenen Flyer - auch Anika Diercks ist bestens vorbereitet. Die ersten Kurzgespräche hat sie hinter sich, beim fünften bleibt Zeit zum lockeren Plaudern. "Wir kennen uns schon vom Stand im Zelt", sagt die angehende Wirtschaftsjuristin. Jenna Alaka von der Eurawasser Nord GmbH vertritt eines der 70 Unternehmen, die sich zwei Tage lang auch in entspannter Atmosphäre den Studenten auf dem Campus präsentieren. "Wir haben keine Rechtsabteilung, deshalb kommen Frau Dierks und wir wohl nicht zusammen", sagt die Personalreferentin. Doch Anika Diercks ist auf der Kontaktbörse schon fündig geworden. Die 25-Jährige wird bald bei Mandarin Medien zur Probe arbeiten, denn dort ist eine Stelle im Agentur-Management frei.

Für Daniel Meyer hat sich in der High-Speed-Corner auch etwas getan. Gerade schreibt der 32-Jährige seine Masterarbeit. Eine Bewerbungsmappe schreibt er auch bald. "Die Firma Brüggen sucht einen Ingenieur", sagt Meyer. Die Fahrzeugwerk & Service GmbH hat ihren Sitz in Lübtheen. Das passt dem Schweriner gut, denn er möchte zukünftig in Westmecklenburg arbeiten.

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