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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 15:27 Uhr

Kompositionen mit Spachtel und Farbe

vom

svz.de von
erstellt am 25.Aug.2012 | 02:21 Uhr

Gadebusch/Zarrentin | Das Kloster Zarrentin zeigt ab dem 1. September in einer neuen Ausstellung Bilder von Dirk Haarbach. Abstrakte Malerei ist das Thema des ehemaligen Gadebuschers und man könnte meinen, schon alles in allen Variationen dazu gesehen zu haben. Doch hier kommt ein reiner Autodidakt, der von heute auf morgen angefangen hat zu malen und wie er selbst sagt "seitdem auch nicht mehr damit aufhören kann". Jemand der nach keinen Regeln malt, weil er keine Regeln kennt. Mit den Serien "schwarz" und "chaos" zeigt Haarbach Bilder, die seinen eigenen Stil erkennen lassen, aber dennoch sehr unterschiedlich sind.

Dirk Haarbach, 41 Jahre alt, aufgewachsen in Gadebusch, Diplomingenieur Bauwesen und Prokurist im Bereich Technik und Bau, wohnt seit dem Jahr 2000 in Ratzeburg , stellt erstmalig seine Bilder aus. "Schuld hat Berlin", sagt Dirk Haarbach. Ihn habe die Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie mit Werken aus der Sammlung Pietsch derart fasziniert, dass er begann zu malen. Eine Art Kribbeln in den Händen habe er in Berlin verspürt. Ein Gefühl, mit Farben etwas machen zu wollen. "Ich wusste, ich muss einfach nur anfangen. Nur wie? Außerdem erschien mir alles so abgegriffen. Der Realität nahe zu kommen war uninteressant, traditionell flächig auf Leinwand zu malen auch", sagt Haarbach. Also wurden als Untergrund Holzplatten von 80 mal 80 Zentimetern beschafft, auf denen gespachtelt wird, bevor die Farbe kommt.

Das Spektrum reicht von gespachtelten Bildern mit fast skulpturalen Strukturen über japanisch anmutende minimalistische Kompositionen und Montagen bis hin zu kräftigen ineinander greifenden Farbspielen. Für Haarbach sind es Bilder, die durch ihre Farbkomposition aufgeräumt und klar wirken. Je nach Betrachtungswinkel ändern sich die Reflektionen und der Gesamtausdruck. "Das ist so gewollt, ich mag keine eindeutigen Aussagen", so Haarbach. "Jeder sieht etwas anderes, auch wenn die Bilder alle einen Namen haben, so hängen diese hier nicht aus. Wichtig ist die Unvoreingenommenheit, die eigene Phantasie des Betrachters, nicht meine. Für mich sind diese Bilder etwas sehr persönliches. Sie erzählen mir Geschichten und oft sehe ich sie an und frage mich, wie hast du das bloß so hingekriegt. Etwas in mir treibt mich, einfach nur dazusitzen und zu malen. Da ist dieses Gefühl, den Kopf auszuschalten, selbst gespannt darauf zu sein, was da gerade entsteht. Das Nachdenken und Verstehen der Bilder kommt erst viel später."

Das Kloster Zarrentin zeigt die Ausstellung "Abstrakte Malerei" vom 1. September bis zum 14. Oktober. Die Öffnungszeiten sind dienstags, mittwochs, freitags von 14 bis 17 Uhr und sonnabends, sonntags bzw. feiertags von 13 bis 17 Uhr. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kloster-zarrentin.de.

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