Förderverein zählt über 260 Mitglieder : Koggenverein in Wismar hat seit Jahren Zulauf

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Der besondere Moment für die mitreisenden Gäste: Gangway weg und die mit Spannung erwartete Fahrt beginnt. Fotos: Zeigert (2)

Mehr als 260 Mitglieder gehören derzeit dem Förderverein Poeler Kogge an - Tendenz seit Jahren steigend. Die haben sich jetzt getroffen, um bei ihrer Jahreshauptversammlung über das Vereinsleben Resümee zu ziehen.

svz.de von
13. Juli 2012, 06:03 Uhr

Wismar | Mehr als 260 Mitglieder gehören derzeit dem Förderverein Poeler Kogge an - Tendenz seit Jahren weiter steigend. "Der Dank gebührt allen, die unserem mittelalterlichen Traditionsschiff in verschiedenster Weise die Treue halten", so Joachim Müller vom Vorstand. Gemeinsam hält er im kleinen Baumhaus-Büro mit seiner Frau Annely alle organisatorischen Fäden in der Hand. Stellvertretend für den krankheitsbedingt nicht anwesenden Vorsitzenden, Reinhart Kny, oblag es ihm, die 78 Anwesenden während der Jahresmitgliederversammlung als gewählter Versammlungsleiter mit eigener, sehr gelungenen Bildpräsentation über das vergangene Vereinsleben und noch zu erwartende Schwerpunktaktivitäten zu informieren.

Den besonderen Gruß richtete er im Namen des Vorstandes an all diejenigen, die den Verein weit über die regionalen Grenzen hinaus und in alle Himmelsrichtungen verstreut, seit Jahr und Tag in verschiedenster Weise die Treue halten, wobei Mitgliedschaften bereits bis in die Schweiz reichen. Den Vereinsführungsgremium gehören weiterhin an: Dietrich Goertz, Wolfgang Höfer, Michael Kremp, Edelgardt Scheidt, Peter Samulewitz und Michael Sottmann.

Doch das besondere, lobende Augenmerk gilt nach wie vor denjenigen, die an der direkten maritimen Basis an Bord für den Betrieb und den Erhalt des Schiffes sorgen. "Ohne die insgesamt 41 Freizeitaktiven, angefangen von Kapitänen, Chiefs, Bootsmännern, Kanonieren, Deckshands bis zur Kombüsenbesatzung, könnte unsere "Wissemara" nicht einen Tag in See stechen, so Müller.

Bestätigt wurde einstimmig nicht nur der Bericht des Vorstandes, sondern auch der Jahresabschluss 2011. Damit wurde der Vorstand entlastet. Die Neuwahl des Vorstandes ist übrigens erst 2014 wieder notwendig. Als hanseatisches und Hafenbild prägendes Wahrzeichen ist die Kogge mit ihrem Namen, abgeleitet von "Mittelalterbach" - "Aqua Wissemara", längst zum besonderen Markenzeichen im Alten Hafen geworden. Es war ein im Mittelalter östlich fließender Bach, der heute nicht mehr existiert.

Mit der Kogge haben inzwischen tausende begeisterte Segler auf Zeit ebenso den Bekanntheitsgrad der Hansestadt an der Wismarbucht weit über die regionalen Grenzen hinausgetragen. Allein im Vorjahr sorgten 216 unterschiedliche Törns dafür. Zudem erlebten mehr als 500 Kinder abenteuerliche Fahrten hinaus in die Wismarbucht. Selbst heiratswillige bevorzugen jährlich in zweistelligen Größenordnungen die "Wissemara" als historisch/nostalgisches schwimmendes Standesamt.

Zu den nächsten größeren Aktivitäten gehören der Wochentörn vom 29. Juli bis 5. August zu Häfen in Schweden und Dänemark, die Teilnahme an der Hanse Sail vom 8. bis 13. August und das kommende Schwedenfest in Wismar vom 17. bis 19. August.

Nicht unerwähnt blieb gegenüber den Mitgliedern, dass Betriebe, Versicherungsgebühren, aber vor allem notwendige Reparaturen und Wartungsarbeiten zur regelmäßigen Erlangung der Schiffssicherheitszeugnisse erhebliche Kosten verursachen. Die betrugen allein in diesem Jahr seit dem Saisonstart mehr als 50 000 Euro. Deshalb ist es weiterhin notwendig, dass Mitsegler für die Fahrten einen entsprechenden Obolus entrichten, der die Refinanzierung der anfallenden Kosten unterstützt.

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