Burgwall-Center Wismar : Knöllchen mit Stornomöglichkeit

Freie Parkflächen, am Burgwall-Center ein Problem.  Fotos: Täufel
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Freie Parkflächen, am Burgwall-Center ein Problem. Fotos: Täufel

Center-Betreiber und Parkplatzpächter gewähren Ausnahmen bei Parkdauer. Keine Strafen mehr bei Arztbesuchen in Wismar

svz.de von
22. August 2016, 21:00 Uhr

In Zukunft können Park-Knöllchen auf dem Parkplatz des Burgwall-Centers storniert werden. Dann nämlich, wenn der betreffende Autofahrer bei einem der im Center ansässigen Ärzte war und dort länger als die erlaubten 120 Minuten zugebracht hat. Das teilte Christoph Wilhelm von der Unternehmenskommunikation des Center-Eigentümers TLG-Immobilien AG aus Berlin auf SVZ-Anfrage mit. „Nachdem wir auf das Problem hingewiesen wurden, sind wir mit unserem Pächter, der Eastrella UG, in Kontakt getreten und haben eine Lösung gefunden“, so der Sprecher.

Demnach soll es nun auf zweierlei Weise kommuniziert werden, dass Arztbesucher ihre eventuell erhaltenen Knöllchen stornieren lassen können: Einerseits soll in Zukunft an den Strafzetteln ein Zusatzblatt hängen. Auf diesem wird auf die Stornomöglichkeit per Quittierung vom Arzt hingewiesen. Andererseits soll in den Arztpraxen der Hinweis ausliegen, sich den Besuch im Bedarfsfall gleich bestätigen zu lassen. „Wir haben natürlich kein Interesse daran, dass unsere Mieter, zu denen ja auch die Ärzte gehören, durch so eine Sache zu verärgern“, begründet Christoph Wilhelm diesen Schritt.

Die neue Parkzeitregelung war vor einigen Wochen eingeführt worden, um der Langzeitparker am Einkaufszentrum Burgwall-Center Herr zu werden. Zwei Stunden Parken mit gültiger Parkuhr hieß es plötzlich, danach drohen Minimum 25 Euro „Sondernutzungsgebühr“ oder das Fahrzeug wird gar kostenpflichtig abgeschleppt. „Grund für dieses drastische Vorgehen war vor allem die Tatsache, dass der Parkplatz vermehrt von Studenten der gegenüber liegenden Hochschule genutzt wurde und dadurch die Kunden des Centers keine freien Plätze mehr gefunden haben“, erklärt TLG-Sprecher Wilhelm. Dass sich in dem Gebäude aber auch ein Ärztehaus befindet, wurde nicht bedacht. „Ich habe gestern fünf Stunden beim Orthopäden gewartet. In dieser Zeit musste ich zweimal runter und hierher, um mein Auto umzusetzen und die Parkuhr neu zu stellen“, wandte sich damals eine ältere Frau, die eine Gehstütze zu Hilfe nehmen musste, an die SVZ. Dieser nun gefundene Kompromiss könnte alle Seiten zufrieden stellen.

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