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Rehna will Kulturverbund : Klosterverein setzt auf die Kunst

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Künstler, Hoteliers, Firmenbetreiber und Gästehausbesitzer wollen Kulturlandschaft der Region bekannter machen.

svz.de von
erstellt am 29.Feb.2016 | 05:00 Uhr

Der Rehnaer Klosterverein hat Großes vor. Zusammen mit allen Künstlern der Region zwischen Lübeck, Zarrentin und Bad Kleinen will man die „Kulturlandschaft zwischen Domen und Klöstern“ besser vermarkten und diesen oder einen anderen Begriff in die Köpfe der künftigen Besucher bekommen.

„Das dauert sicher fünf bis zehn Jahre, aber wenn wir nicht jetzt damit anfangen, dauert es auch später noch die selbe Zeit“, erklärte Burkhard Schmidt, Initiator und Mitglied im Klosterverein. Zusammen mit der Vorsitzenden Eva Doßmann lud er am Freitagabend in den Gerichtssaal am Kloster ein. Mehr als 40 Künstler, Gästehausbetreiber, Firmeninhaber und Hoteliers folgten der Einladung. „Wir arbeiten seit einiger Zeit schon sehr gut mit der Gläsernen Molkerei in Dechow und dem Grenzhus in Schlagsdorf zusammen, aber ich finde, unsere Region gibt so viel her, dass wir die ganze Region besser vermarkten können und endlich auch wollen“, sagte Schmidt.

Nach einer kurzen Vorstellung der Ziele und weiterer Verfahrenswege wollten sich die Beteiligten zunächst über einen Leitspruch zur Kennzeichnung der Region einig werden. Doch das war schwieriger als geplant. „Ich finde Kulturland zwischen Domen und Klöstern nicht gut. Das hat für mich etwas rein kirchliches“, erklärte der Cronskamper Puppenspieler Willi Winter seine Gedanken. „Dome und Klöster gibt es überall in Deutschland. Das ist nicht charakteristisch genug“, erläuterte Willi Winter. Dem hielt der Gadebuscher Hotelier Klaus Leuchtemann entgegen: „Die Leute, die hier her kommen, die kommen aber genau deswegen. Es sind hauptsächlich ältere Menschen und die wollen sich diese großen Bauten anschauen“, erklärte Klaus Leuchtemann. Er erzähle dabei aus seiner reichhaltigen Erfahrung aus den Besuchen vieler Schweden und Dänen, die einzig wegen der vor einigen Jahren aufgearbeiteten Schwedenschlacht bei Wakenstädt nach Gadebusch kommen würden. „Ich halte den Slogan für gut“, sagte Klaus Leuchtemann.

Für Petra Abs, Marketingmitarbeiterin der Gläsernen Molkerei in Dechow, machte den Vorschlag, in dem Leitspruch auch das Erbe von Heinrich dem Löwen einzubringen. „Heinrich der Löwe hat einen gewaltigen Namen. Das prägt sich vielleicht etwas mehr ein“, sagte Abs. Zumal das vom Klosterverein ausgearbeitete und mögliche Wappen einen Löwen mit einem Adlerkopf darstelle.

„Ich bin für alle Ideen offen, aber ich denke, hier ist noch kein Ergebnis verkündbar“, sagte Burkhard Schmidt. Er wolle sich jetzt an eine Auflistung aller Künstler und künstlerischer Unternehmer in der Region machen und dabei auch auf bereits bestehende Aktionen, wie „Kunst offen“ zurückgreifen. „Wenn der nächste Flyer dazu herauskommt, haben wir auf jeden Fall schon mal einen guten Start“, sagte er. Dennoch würde die Arbeit gut ein Jahr dauern und auch zunächst ehrenamtlich getan werden. „Doch dafür engagiere ich mich. Wir haben es mit dem Klosterverein geschafft, dann schaffen wir das auch mit jetzt einer noch viel größeren Dimension“, sagte Burkhard Schmidt.

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