Rehna : Klosterstadt treibt Lewa-Abriss voran

Der Abriss des ehemaligen Lederwarenwerkes an der Bülower Straße hat begonnen.
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Der Abriss des ehemaligen Lederwarenwerkes an der Bülower Straße hat begonnen.

Bis zum Frühjahr soll das ehemalige Lederwarenwerk komplett von der Bildfläche verschwunden sein

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10. Januar 2018, 05:00 Uhr

Aus alt macht neu: In Rehna haben die Abrissarbeiten für das ehemalige Lederwaren-Werk begonnen. Bis März/April soll das seit Jahren leerstehende Gebäude dem Erdboden gleich gemacht werden und somit Platz für Neues an der Bülower Straße bieten. Nach Angaben von Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg sind für den Abriss insgesamt 253 000 Euro veranschlagt. Die Stadt rechne mit einer 75-prozentigen Förderung durch das Land mit Hilfe von EU-Mitteln.

Seit Mitte der 1990er-Jahre steht das Lederwaren-Werk leer. Einst hatten hier 130 bis 140 Menschen Reitsättel, Jagdzubehör und Futterale produziert. Der Großteil dieser Waren war allerdings für den Export Richtung Bundesrepublik Deutschland bestimmt.

Läuft alles nach Plan soll auf dem Areal des ehemaligen Lederwaren-Werkes in Zukunft ein Wohnprojekt für mehrere Generationen entstehen, wo ältere Menschen und Familien mit Kindern zusammen leben können. Zudem ist ein Bereich für die Tagesbetreuung angedacht, ein Abenteuerspielplatz, ein parkähnlicher Bereich sowie Carports und eventuell eine Tiefgarage. Denn im Zuge der Abrissarbeiten in Rehna wird es auch einen Bodenaushub von drei bis vier Metern Tiefe geben.

Zunächst soll aber geklärt werden, wer die Investitionen für den Neubau stemmt. Klar ist schon jetzt, die Nachfrage nach einem solchen generationsübergreifenden Wohnprojekt ist da. Immer wieder gebe es von Interessenten Anfragen, sagt Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg.

Es ist nicht die einzige Baustelle, die die Stadtvertreter von Rehna derzeit beschäftigt. So wird derzeit auch am Schulstandort investiert. Dort wird für rund 3,5 Millionen Euro eine neue Sporthalle errichtet. Zum neuen Schuljahr soll das Bauprojekt nach Möglichkeit beendet sein. Anschließend wird die alte Sporthalle abgerissen und der Sozialtrakt vor der Halle in ein Hortgebäude umgewandelt werden.

Darüber hinaus sollen im März die Bagger an anderer Stelle anrollen: im Gewerbegebiet der Stadt Rehna, wo der Schönberger Büromöbel-Hersteller Palmberg ein Werk mit 5025 Quadratmetern Produktionsfläche und 650 Quadratmetern Büro- und Ausstellungsfläche errichten lassen will. Das Unternehmen will dort künftig unter anderem Akustikwände herstellen. 40 bis 50 Arbeitsplätze könnten dort entstehen. Das Unternehmen will am Standort Rehna mehr als sieben Millionen Euro investieren.

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