Theater in Rehna : Klosterstadt snackt wedder Platt

Oliver Dischereit, Annett Reuter und Uschi Kruse proben für den Plattdeutschen Abend.
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Oliver Dischereit, Annett Reuter und Uschi Kruse proben für den Plattdeutschen Abend.

Plattdeutscher Verein lädt am 16. April in den Lindenhof / Kartenvorverkauf startet am 9. April im Deutschen Haus

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26. März 2016, 00:05 Uhr

Es darf wieder Platt gesnackt werden. Ganz konkret am 16. April, wenn der Plattdeutsche Verein to Rehna in den Lindenhof einlädt. Bevor der Vorhang sich öffnet, wird mit Liebe zum Detail im Deutschen Haus zu Rehna geprobt. Gestik und Pointen müssen sitzen. „Olli hat uns in diesem Jahr wieder ein Stück geschrieben“, verrät Vereinschefin Rita Völzer, während Oliver Dischereit und Hajo Kahl ihren Bühnenpart einstudieren. „Ein Dam toväl“ lautet der Titel der Aufführung, die von einer abendlichen Skatrunde mit so mach einer Überraschung handelt.

Die hat natürlich auch Rösi Reusch im Gepäck - das war, ist und bleibt so: „Drei Verse über Freunde und Spaß. Da warten die Gäste drauf“, sagt sie und lacht.

Alle Details will die engagierte Gruppe um Rita Völzer noch nicht preisgeben. Nur so viel: „Das zweite große Bühnenstück ,Gruus un Muus‘ aus der Feder von Alma Rogge ist eine Verwechslungsgeschichte, die sich in Wohlgefallen auflöst.“

Die neunköpfige Kindergruppe der Plattsnacker darf nicht fehlen. Die sieben- bis 16-Jährigen proben einmal wöchentlich in der Schule. Eine Bereicherung wie Völzer erzählt: „ Mit dabei ist Linus Fischer. Wenn ich ihn sehe, muss ich immer an seinen Großvater Peter Jacobs denken, der hat mir das Plattsnacken beigebracht.“ Damals hätten beide Familien im Bahnhofsgebäude in Rehna gewohnt. Für sie sei es heute schön mit anzusehen, mit welchem Ehrgeiz der Nachwuchs bei der Pflege der niederdeutschen Sprache unbedingt dabei sein möchte. Mecklenburger Dichter wie Rudolf Tarnow und Fritz Reuter dürften da nicht weniger ihre Freude daran gehabt haben. Die Stücke aus ihrer Feder sind Programmteil beim Plattdeutschen Abend. Was eine neugierige Frau, eine richtige Tratschtante, alles bewegt, darüber möchte Annegret Ney auf der Lindenhofbühne mit dem Stück „De gode Tipp“ erzählen.

Dass der Plattdeutsche Abend mehr als nur ein guter Tipp ist, wissen eingefleischte Fans seit Jahrzehnten. Folglich sind die Karten begehrt, wie eh und je. Wer eine der Eintrittskarten erstehen möchte, der sollte sich Sonnabend, 9. April vormerken, wenn im Deutschen Haus von 9.30 bis 12 Uhr der Kartenvorverkauf läuft.

Der Plattdeutsche Abend startet am 16. April um 20 Uhr im Lindenhof.

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