Rehna : Klosterstadt lockt weitere Unternehmen an

Für 19 Euro pro Quadratmeter bietet die Stadt Rehna vorhandene Gewerbeflächen an.  Fotos: Michael Schmidt
Für 19 Euro pro Quadratmeter bietet die Stadt Rehna vorhandene Gewerbeflächen an. Fotos: Michael Schmidt

Die Kommune will weitere Gewerbeflächen schaffen

23-11367726_23-66109650_1416395505.JPG von
14. Dezember 2017, 04:45 Uhr

Die Stadt Rehna gerät offenbar immer stärker in den Fokus von Investoren. Nachdem das Schönberger Unternehmen Palmberg Büroeinrichtungen und Service dort sieben Millionen Euro in eine neue Produktionshalle investieren will, bahnt sich die Ansiedlung einer weiteren Firma an. „Wir verhandeln derzeit mit einer Firma aus den USA, die bei uns bauen will“, sagt Rehnas Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg. Das Unternehmen habe sich bereits eine Fläche in Rehna reservieren lassen. Mitte Januar wird eine abschließende Entscheidung dazu erwartet. Nach SVZ-Informationen soll es sich um ein Unternehmen aus der Lebensmittelbranche handeln.

Darüber hinaus wollen nach Angaben von Hans Jochen Oldenburg ein Malerbetrieb sowie eine Firma aus der Papierbranche in Rehna bauen. Sollte dies so kommen, wird es eng im Rehnaer Gewerbegebiet. Daher denken Vertreter der Kommune bereits über weitere Flächen für Unternehmen nach.

Dass Rehna in Sachen Investoren schnell agieren kann, bewies die Stadt im Falle des Schönberger Unternehmens Palmberg. „Innerhalb einer Woche hatten wir den Kaufvertrag fertig“, sagt Oldenburg. Entscheidend sei in solchen Fällen, dass Investoren bereits vorhandene Flächen sofort angeboten werden können.

Dass der Schönberger Büromöbelhersteller in Rehna eine Halle zur Produktion von Akustikelementen bauen will, hat aus Sicht von Oldenburg auch einen Werbeeffekt über die Kreisgrenzen hinaus. „Palmberg ist bekannt und wird den Namen unserer Stadt noch ein Stück weiter hinaustragen“, so Oldenburg. Das Unternehmen ist einer der größten Büromöbelhersteller Europas.

Sein Schönberger Amtskollege Lutz Götze dürfte sich derweil ärgern. Er war fest davon ausgegangen, dass die Investition in Schönberg realisiert wird. „Warum sich Palmberg für Rehna entschieden hat, kann nur Palmberg selbst beantworten. Ganz sicher geht es in erster Linie um den Preis“, vermutet Götze. Nach Palmberg-Angaben kostet der Quadratmeter-Preis in Rehna 19 Euro, in Schönberg wären es 33 Euro gewesen.

Rehnas Stadtoberhaupt will derweil keinen Streit mit der Nachbarstadt vom Zaun brechen, „Ich möchte nicht gegen Schönberg hetzen“, betont Oldenburg.

Der Vorsitzende des Rehnaer Finanzausschusses, Matthias Maack, sieht die Stadt derweil auf einem richtigen Weg in Sachen Wirtschaftspolitik. „Dass sich ein Unternehmen wie Palmberg hier ansiedelt, zeigt uns, dass wir richtig agiert haben bei den Gewerbegrundstücken.“ Maack spricht von einem schönen Weihnachtsgeschenk für die Stadt Rehna. Er geht davon aus, dass im Mai nächsten Jahres alle Gewerbeflächen verkauft sein könnten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen