Klein Salitz : Klein Salitz kaum noch erreichbar

Tiefe Spurrillen hinter dem Ortskern von Klein Salitz, eine gut zwei Kilometer lange Schlaglochpiste im weiteren Verlauf. Anwohner des Dorfes sind sauer, dass nichts passiert. Fotos: Holger Glaner
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Tiefe Spurrillen hinter dem Ortskern von Klein Salitz, eine gut zwei Kilometer lange Schlaglochpiste im weiteren Verlauf. Anwohner des Dorfes sind sauer, dass nichts passiert. Fotos: Holger Glaner

Hunderte Schlaglöcher und tiefe Spurrillen machen die Zufahrt zu abgelegenen Gehöften zu einem abenteuerlichen Unterfangen

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22. März 2018, 21:00 Uhr

Buckelpiste, Geschicklichkeitsparcours, Panzerstrecke. Für die Wege, die nach Klein Salitz führen, halten seit Wochen verschiedene Bezeichnungen her. Die Anwohner sind sauer, weil nichts passiert. Denn für sie wird es von Tag zu Tag immer schwieriger, Haus und Hof zu erreichen.

„Das ist ein Drama. Ich wundere mich, dass meine Patienten so gut durchhalten“, sagt Gabriele Mohr. Deren Praxis erreichen die Patienten aus Roggendorf kommend über den idyllischen Waldweg, aus der entgegengesetzten Richtung vom Ortskern Klein Salitz aus über einen Landweg. Alternativen gibt es keine. Doch tiefe Spurrillen und hunderte tiefe und dicht an dicht befindliche Schlaglöcher machen die Zufahrt zu den am Wegrand liegenden Gehöften zu einem abenteuerlichen Unterfangen. Selbst Schrittgeschwindigkeit bedeutet hier schon fünf Kilometer pro Stunde zu viel. Wie lange die Patienten das noch mitmachen würden, sei fraglich. Die Physiotherapeutin spricht von einem Zustand, der für ihre Praxis in hohem Maße geschäftsschädigend sei.

Erst Ende Februar hatte sich die Physiotherapeutin schriftlich an Rico Greger als Bürgermeister der Gemeinde Roggendorf gewandt und diesen aufgefordert, an der Situation etwas zu ändern. Geschehen sei allerdings nichts. Gabriele Mohr: „Schade, ich würde dazu gern ins Gespräch kommen. Aber ich fühle mich mittlerweile total hilflos, bin aber auch nicht an einem Krawall interessiert, sondern an einer vernünftigen Lösung.“

Auch der Nachbar kann ein Klagelied über den erbärmlichen Zustand der Zuwegungen singen. Erst am Montag dieser Woche habe Olaf Petzinna mit dem Bürgermeister gesprochen und ihn aufgefordert, endlich etwas zu unternehmen. „Schließlich leiden nicht nur die Anlieger unter dem schlechten Weg. Da gibt es ja auch noch Post, Müllabfuhr oder Handwerker, die zu uns kommen“, sagt der Klein Salitzer.

„Ich habe noch einmal mit dem Auftragnehmer gesprochen, der die notwendigen Arbeiten im Rahmen eines Wartungsvertrags für die Gemeinde ausführt. Nach dessen Aussage macht es bei der aktuellen Wetterlage keinen Sinn“, sagt Rico Greger und bittet die Anwohner deshalb um etwas Geduld. Die Aussicht auf Besserung indes scheint gut. Noch bis Ende des Jahres sollen – mit Ausnahme des zu hobelnden Waldwegs entlang der Bek – die anderen Zuwegungen gepflastert werden. Gesamtkosten circa 915 000 Euro.

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