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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

14. Dezember 2017 | 09:22 Uhr

Kritik : Klein Rünzer wollen keine neue Nummer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Bürger des Ortes sind sauer über Ignoranz der Gemeinde

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2016 | 23:10 Uhr

Der Protest um die Neuvergabe von Hausnummern in der Ortslage Klein Rünz hält weiter an (wir berichteten). Während in sämtlichen Ortsteilen der Gemeinde Königsfeld Straßen umbenannt und in der weiteren Folge die Hausnummern neu sortiert werden, hoffen die Klein Rünzer auf eine Auszeit für ihren Ort. „Wir sind in den Widerspruch gegangen und wünschen uns, dass die Gemeinde den Schritt neu überdenkt“, sagt Walter Green.

Ob so etwas möglich sein wird, kann Rehnas Hauptamtsleiter Bernd Karnatz nicht festlegen. Gegenüber der SVZ sagt er: „Die Entscheidung liegt bei der Gemeinde. Von den rund 1000 Einwohnern der Kommune haben sich bislang schon 300 umgemeldet.“

Für Green gibt es aber wichtige Argumente, die für einen Stopp der Aktion in Klein Rünz sprechen. Er betreibt im Ort seine Ausstellung und Werkstatt und ist bundesweit über Galerien und mit Kunstinteressierten vernetzt. „Im Januar erhielten wir das Schreiben vom Amt, dass wir mit der Ummeldung beginnen sollen. Wenige Tage zuvor wurde unsere komplette Werbung mit der bisherigen Adresse gedruckt und versendet“, sagt Green. Dabei geht es um 46 000 Postkarten und 25 000 Visitenkarten. Bei der grafischen Umsetzung habe er sich u.a. auf einen protokollierten Gemeindevertreterbeschluss vom 25. März 2015 gestützt. Der enthält klare Aussagen darüber, in welchen Orten Straßen umbenannt und Hausnummern neu vergeben werden. Klein Rünz ist darin nicht enthalten. „Uns wurde gesagt, dass alle beim Alten bleibt“, sagt Green. Mit dem Schreiben vom Januar soll es nun anders kommen.

Die Gemeinde setzt aus ihrer Sicht auf ein verständliches und insbesondere für Rettungsdienste nachvollziehbares Nummernsystem – eine Straßenseite gerade Hausnummern, die andere Straßenseite die ungeraden Hausnummern.

Aber all das habe es in Klein Rünz gegeben, nur eben mit dem Zusatz „a, b und c“, betonen Walter Green und seine Frau Maria. Im neuen Plan wurden sogar Hausnummern für unbebaute Grundstücke verteilt. Überzogen,meint Green: „Die zwei bestehenden Unregelmäßigkeiten im Ort lassen sich im Gespräch mit den betroffenen Bürgern klären.“ Die Gemeinde wählte einen anderen Weg.

Protestschreiben, Unterschriftensammlungen und Widersprüche, Briefe an die Adresse der Gemeinde, den Amtsvorsteher und der Landrätin blieben aus Sicht der Klein Rünzer erfolglos. Brisant: Bisher gab es trotz Versprechen keinerlei Antworten. Obwohl sich von 32 Haushalten 28 an der Unterschriftensammlungen beteiligten. Somit erinnern die Klein Rünzer ihren Bürgermeister an sein Versprechen und die Worte „Er hätte nichts dagegen, wenn alles so bleibt, wie es ist.“ Klaus Babbe war für uns gestern telefonisch nicht erreichbar.

Fest steht: Nach einer Bürgersprechstunde und Gemeindevertretersitzung folgt nun eine Einwohnerversammlung am 10. Februar um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Groß Rünz. Dort will die Kommune ihre Argumente vortragen. „Es wird also kein Gespräch über das Thema, sondern Erklärungen geben. Wir wollen aber gehört werden und mitentscheiden“, sagt Maria Green.

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