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Immer beliebter : Kleiderbörse steht bei Kunden hoch im Kurs

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die Gadebuscher Einrichtung kann seit ihrem Umzug in neue Räumlichkeiten monatlich rund 25 Neukunden begrüßen

Es hat sich viel getan in der Gadebuscher Kleiderbörse: Vor rund einem halben Jahr ist die Einrichtung, bei der Bedürftige Kleidung günstig erwerben können, aus den beengten Verhältnissen des vorherigen Domizils ins großzügige ehemalige Hotel „Stadt Gadebusch“ an der Wismarschen Straße gezogen. „Definitiv die richtige Entscheidung“, sagt Kleiderbörsen-Chefin Lydia Schulz. Auf 440 Quadratmetern und drei Etagen wurden unter anderem drei große Verkaufsräume, ein Nähzimmer, ein Büro für das Bewerbercenter und Räumlichkeiten für die Sortierung, Wäscherei und Aufarbeitung der gespendeten Kleidungsstücke eingerichtet – vornehmlich in ehrenamtlicher Arbeit und Eigenleistung.

Die räumliche Verbesserung schlägt sich schon jetzt deutlich nieder: Rund 25 Neukunden kann die Kleiderbörse jeden Monat begrüßen. „Ich denke, dass der Hauptgrund dafür ist, dass eben immer mehr Menschen auf ein derartiges Angebot angewiesen sind. Ich weiß aber auch, dass gerade für viele Neukunden die neuen Räumlichkeiten auch eine Rolle spielen. Und dadurch, dass wir jetzt wesentlich mehr Platz haben, können wir auch mehr Kunden gleichzeitig bedienen“, so Schulz. 5600 Kunden kauften 2013 in der Kleiderbörse ein, monatlich durchschnittlich 555. In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres waren es noch monatlich zwischen 500 und 520. Allerdings: Ein Grundproblem der Kleiderbörse bleibt trotz verbesserter Bedingungen – und verschärft sich mit wachsendem Kundenstamm. „Bestimmte Dinge fehlen stark, auch wenn wir Spenden bekommen. Wir können immer nur das rausgeben, was auch da ist“, erklärt Schulz. Derzeit fehlen insbesondere Damen- und Herrenbekleidung in großen Größen, Herren-Winterjacken, Hosen, Schneeanzüge und Jogginganzüge ab Größe 110, Winterschuhe ab Größe 26, Jacken ab Größe 116, Kinderstrumpfhosen in allen Größen sowie Handschuhe für Kinder und Erwachsene. Insbesondere, wenn es in den nächsten Wochen nun doch noch kalt werden sollte, macht sich Lydia Schulz Sorgen: „Ich weiß, dass sich ein Teil bereits im September eingedeckt hat. Aber ich habe eben die Befürchtung, dass viele Menschen erst kommen, wenn die Füße kalt sind und die Hände frieren.“ Deshalb bittet die Kleiderbörse dringend um Spenden in den benötigten Größen.

In den kommenden Monaten soll der letzte Raum in der er neuen Kleiderbörse – der Aufenthaltsraum – fertig gestellt werden. „Wenn dieser Raum dann auch fertig ist, wollen wir offiziell zur Einweihung einladen und dies dann mit einem Tag der offenen Tür verbinden“, sagt Schulz. Bis dahin liegt noch einiges an Arbeit vor der Kleiderbörsen-Chefin, ihren Mitarbeitern und den vielen ehrenamtlichen Helfern. „Trotz aller Mühen hat sich der Umzug in jedem Fall gelohnt“, ist Lydia Schulz überzeugt.

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erstellt am 10.Jan.2014 | 22:30 Uhr

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