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Gadebusch vor Windkraftgipfel : Klare Aussagen erwartet

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Öffentliches Forum zur Windkraft und erneuerbaren Energien am 23. Februar im Saal der Feuerwehr

von
erstellt am 09.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Mehr Windkraftanlagen oder ein vernunftbegabter Umgang mit der Kulturlandschaft rund um Gadebusch? Antworten auf solche Fragen erwarten nicht allein die Mitglieder der Interessengemeinschaft „Gemeinsam gegen den Wind“. Am Donnerstag, 23. Februar lädt die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung zu einem öffentlichen Windkraftforum „Hart am Wind? – die Zukunft und Akzeptanz der erneuerbaren Energien in Mecklenburg“ in den Saal der Feuerwehr ein.

Die weitgefasste Überschrift und der Programmablauf lassen aus Sicht der Protestbewegung in Gadebusch keine thematische Auseinandersetzung mit hiesigen Forderungen erwarten. Silke Hansen, die Sprecherin der Interessengemeinschaft sagte der SVZ: „Wir wünschen kein allgemeines Gerede, sondern Konkretes zu den Planungen für Gadebusch.“ Vor den Toren der Münzstadt soll ein weiterer Windpark mit Anlagen von einer Höhe bis zu 230 Metern entstehen. Das erforderliche Eignungsgebiet ist trotz zahlreicher Proteste in der Prüfung.

Zu viel sagen die Gadebuscher, die mit dem Areal Veelböken/Gadebusch und Badow zahlreiche Windmühlen in der Sichtachse und vor der Nase haben. Noch mehr geht nicht, betont auch Bürgermeister Ulrich Howest: „Entstehen die 230 Meter hohen Windräder ist Gadebusch optisch eine Leiche.“

Hansen, Howest und Tausende Gadebuscher setzen mit Blick auf die Veranstalter auf die neue von SPD-Chef Martin Schulz ausgerufene bürgernahe Politik, die die Sorgen der Menschen berücksichtigt. Dazu gehören für Hansen auch ehrliche Antworten – u. a. vom teilnehmenden Energieminister Christian Pegel (SPD).

Grundsätzlich begrüßen die Gadebuscher die Veranstaltung. 2016 hatte die Interessengemeinschaft eingeladen, es folgte eine Terminverschiebung und nun die Einladung durch die Friedrich-Ebert-Stiftung.

Wie konkret es wird, bleibt abzuwarten. Grund: Die Auswertung der dem Planungsverband vorliegenden Bürgereinwände ist nicht abschließend erfolgt. Ein möglicher Grund könnte deren gestiegene Zahl sein. Statt durchschnittlich 300 sollen sich mehr als 1000 Bürgereinwände in Bearbeitung befinden. Ein Ergebnis wird hier für Mai erwartet.

Treffpunkt Gadebusch:

Die Veranstaltung „Hart am Wind?“ findet am 23. Februar, 18 bis 20 Uhr im Saal der Feuerwehr  in Gadebusch statt.

Mit dabei sind: 

Frederic Werner (Friedrich-Ebert-Stiftung), Energieminister Christian Pegel, Landrätin Kerstin Weiss, Rolf Christiansen (Vorsitzender Planungsverband Westmecklenburg), Moderation  Martina Tegtmeier

 

 

 

 

 

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