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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. Oktober 2017 | 20:14 Uhr

Am Limit : Kitaplätze: Schlagsdorf legt nach

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gemeinde prüft einen möglichen Neubau für die Kindertagesstätte

von
erstellt am 27.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Knapp ein Jahr ist vergangen, dass in Schlagsdorf mit viel Jubel der Neubau der Kinderkrippe gefeiert wurde. 30 Krippenplätze und ein wenig mehr an Kapazität für den Kindergarten wurden geschaffen. „Heute müssen wir darüber nachdenken, wie wir den weiter gestiegenen Bedarf abdecken können“, sagt Bürgermeister Ingo Melchin. Grund: Der Zuzug von jungen Familien hält in der Region Schlagsdorf weiter an.

Konkret gehen erste Überlegungen in Richtung eines Erweiterungs- bzw. Neubaus eines Kindergartengebäudes mit mindestens 90 Plätzen. Ein Projekt, mit dem sich die Gemeinde Schlagsdorf in den kommenden Wochen grundlegend beschäftigen will und anscheinend muss. Ein Neubau, der mit schätzungsweise 1,8 Millionen Euro zu Buche schlägt.

Dass der Bedarf besteht, signalisierte auch Holger Glatz, der Geschäftsführer des JHZ gegenüber der SVZ: „Die Betriebserlaubnis ist ausgeschöpft, wir müssen auf freie Kapazitäten am Standort Carlow zurückgreifen.“

In Schlagsdorf befinden sich statt 16 bereits 18 Kinder je Gruppe in Betreuung. Ähnlich zeichnet sich der Bedarf in der Krippe ab. Geplant wurde sie mit 30 Plätzen, betreut werden am Standort mittlerweile 36 Kleinkinder. „Eine Entwicklung, die bei der Eröffnung der Krippe in Schlagsdorf Anfang 2016 sich abzeichnete“, so Glatz. „Dass es allerdings so schnell vonstatten geht, das hätte ich nicht gedacht“, sagt Bürgermeister Ingo Melchin.

Nun sind er und die Kommunalvertreter gefragt, der Entwicklung von Schlagsdorf Rechnung zu tragen. „Wir verfügen über zwei Baugebiete. Aktuell gehen wir davon aus, dass davon zirka 70 Prozent der Bauinteressierten junge Leute sind“, sagt Melchin. Man müsse die Thematik umfassend beraten. Eine wichtige Adresse dürfte die Landesregierung sein. Im Wahljahr 2016 signalisierten die Kandidaten für den Landtag breite Unterstützung in puncto Familienpolitik. Melchin: „Darüber möchten wir nun gerne ins Gespräch kommen.“

Innerhalb des Amtes Rehna laufen die Vorbereitung zur Unterstützung von Schlagsdorf. Nach Angaben des Leitenden Verwaltungsbeamten Hans Martin Buschhart beinhalten diese auch Gespräche über den Ankauf von erforderlichen Bauflächen.

Gelingt das Zukunftsprojekt, steht möglicherweise ein Umzug bevor. Das bedeutet, dass der Hort aus dem heutigen Schulgebäude in die alte Kita zieht, die Kinder der Einrichtung in einen Neubau. „In solch einer Konstellation gewinnen wir innerhalb der Schule Kapazitäten und schaffen im Kindergartenbereich neue Plätze“, so Melchin. Ob und wie all das über die Bühne geht, wird die Gemeinde Schlagsdorf in den kommenden Wochen entscheiden. Melchin blickt optimistisch in die Zukunft: Wenn man bedenke, dass man vor zehn Jahren um den Erhalt der Schule gekämpft habe, zeige die aktuelle Entwicklung wie recht die Befürworter zum Erhalt der Bildungseinrichtung hatten und haben.  

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