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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. November 2017 | 08:42 Uhr

Roggendorf : Kita-Baugrund: Fass ohne Boden?

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Neubau der Kindertagesstätte „Pusteblume“ auf ehemaligem Industriegelände geplant – Bürgermeister zerstreut Bedenken

svz.de von
erstellt am 07.Mär.2017 | 04:45 Uhr

Seit wenigen Tagen steht fest: Der Neubau der Kita „Pusteblume“ soll auf dem Gelände der ehemaligen Ausbildungsstätte Salo & Partner Berufliche Bildung GmbH entstehen. In der großen Werkhalle wurden einst Elektriker, Schweißer und andere Handwerks- und Industrieberufe praktisch unterrichtet. „Der ganze Boden hier im Umfeld ist doch belastet. Das kann die Gemeinde teuer zu stehen kommen“, sagt ein Roggendorfer Einwohner, der seinen Namen nicht genannt haben möchte. Er kenne das Gebiet hier seit Jahrzehnten, auch die Nutzung des Areals zu DDR-Zeiten habe seine Spuren hinterlassen, sagt der Mann.

Alles Quatsch, meint Bürgermeister Rico Greger (CDU) auf Nachfrage der SVZ. „Das kannst du heutzutage überall haben, das weiß keiner so genau, was unter der Erdoberfläche los ist. Jedenfalls nicht innerhalb einer Ortslage“, versucht Greger den Ball flach zu halten. Allerdings räumt er ein, habe in unmittelbarer Nachbarschaft früher eine Tankstelle gestanden. „Wir lassen natürlich vor einem Kauf des Grundstücks ein Baugrundgutachten machen“, so der Bürgermeister.

Der Neubau der Kindertagesstätte „Pusteblume“ soll nach ersten Schätzungen rund drei Millionen Euro kosten. Nicht eingerechnet in diesen Preis sind die Kosten für den Kauf des Grundstücks vom Eigentümer Salo & Partner Berufliche Bildung GmbH sowie die anschließende Baugrundbereinigung, sprich den Abriss der alten Werkhalle. „Wir sind mit den Eigentümern bereits seit einiger Zeit im Gespräch, was den Kaufpreis für das Grundstück anbelangt. Ich möchte den aber noch nicht in die Öffentlichkeit tragen“, erklärt Rico Greger.

Wenn alles so läuft, wie es sich der Bürgermeister vorstellt, soll es ein Nullsummenspiel werden: Nach dem Kauf des Salo & Partner-Grundstücks, dem Abriss der Werkhalle und Neubau der Kita-Einrichtung, soll die Baracke am alten Standort abgerissen und das Grundstück dort verkauft werden. Da sollte auf der Ausgabenseite nicht viel schief gehen, damit der Kredit über mindestens 35 Prozent der Gesamtkosten trotz der Mieteinnahmen vom Kita-Betreiber ASB für die Gemeinde bezahlbar bleibt.

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