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Welle der Hilfsbereitschaft : Kinderferienlager ist gerettet!

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Nach SVZ-Beiträgen über Absage sorgt deutschlandweite Welle der Hilfsbereitschaft dafür, dass 45 Kinder doch in die Ferien fahren

svz.de von
erstellt am 06.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Unglaublich, aber wahr: Das aus Geldmangel für dieses Jahr bereits abgesagte Sommerferienlager – organisiert vom Ortsverein Gadebusch des Arbeitslosenverbands Deutschlands – für Kinder aus sozial schwächeren Familien kann doch noch stattfinden. Möglich wird dies durch eine Welle der Hilfsbereitschaft, die nach dem Erscheinen von zwei SVZ-Beiträgen deutschlandweit angerollt ist.

„Nachdem bekannt wurde, dass wir das Ferienlager in Tschechien absagen mussten, haben wir viele Hilfsangebote bekommen. Darunter auch eines aus dem Vogtland. Der Leiter von zwei Schullandheimen wollte ganz praktisch helfen und bot für unsere Kinder einen Aufenthalt zu ermäßigten Preisen an“, freut sich Rosemarie Grau. Der Vereinsvorstand zögerte nicht lange und sagte zu.

„Ich möchte mich nicht an der langen Diskussion, die der Artikel auf Facebook hervorgerufen hat, beteiligen, sondern versuchen zu helfen. Wenn schon die Fahrt in die Tschechische Republik ausfallen muss, so besteht vielleicht noch die Chance für einen Aufenthalt im Vogtland“, schrieb Michael Schwan als Leiter zweier Schullandheime in einer E-Mail an die Gadebuscher Vereinschefin.

Und so entschloss sich der Vorstand, vom 21. bis 31. August mit 45 Kindern im Alter von sieben bis zu 13 Jahren für zehn Tage ins Schullandheim Netzschkau zu fahren. Neben einem Aufenthalt zu ermäßigten Preisen sehe er dank guter Kontakte zu touristischen Partnern und Freizeiteinrichtungen in der Region gute Chancen für ein interessantes und abwechslungsreiches Freizeitprogramm während des Aufenthaltes, „ ... welches dann sogar bei kleiner Lagerkasse realisierbar ist“.

So heißt es in diesem Jahr also Deutschland statt Tschechien, Vogtland statt Kummergebirge, Netzschkau statt Staré Splavy. Und preiswerter wird das Ganze auch noch. 320 Euro kostet nach Aussage von Doreen Seligmann, die die Koordinierung des Sommercamps übernommen hat, der zehntägige Ferienlageraufenthalt pro Teilnehmer. Immerhin 100 Euro weniger als zwei Wochen Tschechien.

Finanziert wird das Ferienlager über Fördermittel vom Landkreis und dem Landesamt für Gesundheit und Soziales, Elternbeiträge in Höhe von 200 Euro pro Ferienlagerkind und vor allem durch Spenden. Auf 1700 Euro ist der Inhalt des Sparschweins zwischenzeitlich angewachsen, 3600 Euro werden noch benötigt. „Sogar aus München hat sich jemand gemeldet, der in Süddeutschland für uns sammeln möchte. Nach der Absage wollte der Herr unseren Kindern damit eine Fahrt in den Hansa-Park ermöglichen. Aber ich denke, er wird damit auch gern das Ferienlager unterstützen, wenn er erfährt, dass es nun doch stattfindet“, so Rosemarie Grau.

Und so aktualisiert der Arbeitslosenverein seinen Spendenaufruf und bittet um Unterstützung für das Ferienlager 2016. Jeder Euro zählt. Denn wenn mehr als die 320 Euro pro Kind zusammenkommen, finden sich einige tolle Ausflüge und Freizeitaktivitäten mehr auf dem Programmzettel für den zehntägigen Urlaub.

Ganz wichtig: Weil 200 Euro Teilnehmerbeitrag pro Kind für viele Eltern aber immer noch sehr viel Geld ist, gibt es die Möglichkeit zur finanziellen Unterstützung. Wie dies genau funktioniert, darüber informieren die Vereinsmitarbeiter gern in einem persönlichen Gespräch.

Wer sein Kind für das Sommerferienlager 2016 anmelden möchte, macht dies am besten telefonisch bei Doreen Seligmann unter der Rufnummer 0162-1322383. Anmeldeschluss ist der 20. Mai dieses Jahres.

Das Sparschwein
Spendenkonto: IBAN DE77 1406 1308 0202 0983 77, BIC GENODEF1GUE, Kto.-Inhaber Arbeitslosenverband, Verwendungszweck „Ferienlager 2016“

 

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