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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. November 2017 | 21:34 Uhr

Kind nach Hundebiss im Krankenhaus

vom

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2012 | 08:38 Uhr

Dutzow | Bei einer Hundeattacke in Dutzow bei Kneese wurde am Sonntagabend ein siebenjähriger Junge verletzt.

Es war ein schöner Nachmittag, eine Geburtstagsparty beim Bruder seines Klassenkameraden. Es ist schon dunkel, als die 24-jährige Frau ihren Großcousin abholt. Nur noch schnell in den Wagen steigen, der auf der anderen Straßenseite steht, den Jungen anschnallen und dann nach Hause ins Nachbardorf. Doch plötzlich schnappt der Hund zu, der seine Schnauze durch einen grobmaschigen Zaun drückt. Der Hund, ein Doggen-Mischling, hat die Jacke der Frau erwischt, zerrt so lange, bis sie reißt. "Dann wollte der Junge ihr wohl helfen, stieg aus, rutschte weg und schon biss der Hund wieder zu", sagt Sabrina Frahm, die Mutter der Kinder, bei der die Party stattfand. Mit einer tiefen Fleischwunde im rechten Oberschenkel wurde der Junge zurück ins Haus der Frahms gebracht. Ein Nachbar legte einen Druckverband an, um die Blutung zu stoppen, kurze Zeit später kamen schon die Sanitäter und brachten den Jungen nach Schwerin ins Klinikum. "Es geht ihm entsprechend gut", sagte gestern die Mutter des Kindes gegenüber der SVZ. Noch am Sonntagabend sei die rund sieben Zentimeter lange Fleischwunde des Jungen operiert worden. Jetzt müsse er noch etwas im Krankenhaus bleiben, "aber er hatte Glück im Unglück", so die Mutter des verletzten Jungen. Angst vor Hunden, so die Mutter, hätte ihr Sohn bisher noch nie gehabt, zumal sie selber einen Schäferhund besitzen. Doch nach dieser Bissattacke, vermutet sie, könne sich dies vielleicht ändern.

Angst vor Hunden, die haben im kleinen Dorf Dutzow aber schon mehrere Bewohner. "Da hinten, der schwarze war’s", sagt Sabrina Frahm und zeigt auf den kräftigen Vierbeiner, der hinter einem hohen Zaun auf und ab rennt und laut bellt. Ein zweiter Hund auf dem Gelände tut es ihm nach. "Mein kleiner Sohn hat vor dem schwarzen Hund große Angst. Viele andere Kinder, die hier morgens zur Bushaltestelle gehen, auch", sagt sie. Früher, als der Zaun noch niedriger gewesen sei, da liefen die Hunde auch schon mal durch den Ort. "Wohl fühlte sich dabei niemand", so die Mutter von zwei Söhnen, die seit sechs Jahren in dem Dorf wohnt.

Der Hundehalter, so die Polizei, war zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht zu Hause. Gestern war er für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Die Polizei hat unterdessen Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen. Zudem sollen die Eltern des Kindes Strafanzeige gegen den Hundehalter erstattet haben. Noch gestern wollte Gadebuschs Amtsleiter Andreas Lausen nach Dutzow fahren, um sich selber ein Bild vor Ort zu machen. "Wie werden den Hundehalter vorladen, damit er Stellung zu den Vorkommnissen beziehen kann", so Lausen.

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