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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

26. September 2017 | 13:07 Uhr

Badespass : Kieskuhle soll Badeparadies werden

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gadebuscher Kommunalpolitiker wollen bei Pokrent eine Badestelle schaffen

von
erstellt am 26.Mai.2014 | 23:00 Uhr

Kommunalpolitiker aus Gadebusch wollen ein ehrgeiziges Projekt zum Erfolg führen. So soll in den nächsten Jahren eine neue Bademöglichkeit zwischen Gadebusch und Pokrent geschaffen werden. Der geplante See soll nach Angaben von Luise Krüger (Die Linke) eine Fläche von 3,5 Hektar haben. Das Besondere daran: Eine ehemalige Kieskuhle, die mit Grundwasser gespeist wird, soll dabei in ein Badeparadies verwandelt werden. „Es wäre ideal für Einwohner von Gadebusch und Pokrent“, so Krüger.

Nach Angaben von Gadebuschs Bürgermeister Ulrich Howest (SPD) ist derzeit der Vietlübber See die nächst mögliche Bademöglichkeit. Die Ellerbäk sei nicht ideal zum Baden und zudem gefährlich. „Das Gelände bei Pokrent wäre hingegen großflächig genug“, sagt Ulrich Howest. Mit der Gemeinde Pokrent könnte ein öffentlich rechtlicher Vertrag geschlossen werden.

Das Ziel, eine Bademöglichkeit zu schaffen, verfolgt Luise Krüger seit mehreren Jahren. Nach ihren Angaben scheiterte das Vorhaben bislang u. a. an einer fehlenden, sicheren Zuwegung von Gadebusch aus. „Jetzt haben wir uns mit dem Amt Lützow-Lübstorf und der Kiesgewinnungsgesellschaft zusammen gesetzt und wollen das Projekt auf den Weg bringen“, sagt Luise Krüger.

Seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert auch der Unternehmer Richard Lienshöft von der gleichnamigen Kiesgewinnungsgesellschaft. „Es ist machbar und wird von Behördenseite geprüft, aber es muss einiges getan werden“, macht Lienshöft klar. Denn noch ist das Baden dort nicht erlaubt und die Frage nach der notwendigen Aufsichtspflicht ist nicht geklärt. „Wir müssen jedenfalls raus aus der Haftung“, so der Unternehmer.

Auf dem Areal bei Pokrent war 1992 mit dem Abbau von Kies begonnen worden. Von dort aus wurden unter anderem rund 800 000 Tonnen zu einem A20-Bauabschnitt transportiert. Das waren rund 5000 Tonnen am Tag.


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