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Fußball in Schlagsdorf : Kicken wie die echten Profis

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Unter den Augen des ehemaligen Nationalspielers Markus Wuckel trainieren Schlagsdorfer Kinder

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Oma ist die Beste. Das kann zumindest Ian Kirykowietsch aus Stove behaupten. Sie hatte sich für ihn bei einer Verlosung der SG Schlagsdorf beworben, gewonnen und ihm somit einen Platz in dem Trainingscamp von Markus Wuckel geholt. Zusammen mit 19 anderen Kindern kickt er drei Tage lang unter den Augen des ehemaligen Profispielers.

„Ich freue mich schon darauf, hier viel Neues zu erlernen“, sagt der 8-Jährige. Er ist das zweite Jahr in Folge bei der Kinder- und Jugendfußballschule „Doppelpass“. Dieses Jahr wurde er – beziehunsgweise seine Großmutter – aus einem Lospott mit elf weiteren Bewerbern um den freien Platz ausgewählt.

Einen lehrreichen Anfang in die Welt des Fußballs machten gestern Geschicklichkeitsübungen. „Das Tricksen ist schon eine gehobene Spielart“, sagt Trainer Markus Wuckel. Aber genau darum ging es: den Kindern auch qualitativ hochwertigen Fußball beizubringen. Darum findet er die Gruppengröße von 20 Kindern auch ideal. „Mehr würde ich auch gar nicht zulassen. Hier kenne ich schon nach einem Tag die Namen und die Eigenarten der Kindern. Ich kann sie besser beurteilen und zum Beispiel sagen ‘Du hast da – zum Beispiel beim Kopfball – noch Probleme‘“, berichtet der Trainer. In der familiären Atmosphäre kann viel lockerer miteinander umgegangen werden.

„Manche Kinder kommen auch zum wiederholten Mal hierher. Da lassen sich dann richtige Fortschritte erkennen“, erklärt Markus Wuckel. „Allerdings sind die Kinder hier schon gut ausgebildet. Darum kann ich auch anspruchsvolle Übungen mit ihnen machen.“

Für die Ausbildung mitverantwortlich ist Trainer Sandy Seemann aus Schlagsdorf. Er beobachtet das Training, macht sich Notizen und merkt sich Übungen vor. „Ich möchte den Kindern ein abwechslungsreiches Qualitätstraining bieten – den Anspruch habe ich“, sagt Sandy Seemann, dessen Sohn Leon ebenfalls unter den 20 Kindern ist. Auch als Trainer lerne man nie aus. „Es ist viel altbekanntes dabei, aber auch neue Ansätze.“ Die vom Profi gezeigten Übungen ließen sich auch in die eigenen Stunden auf dem Fußballplatz einbauen. „Zum Beispiel das Tricksen. Das mögen die Kinder ja gerne“, erläutert er.

Die drei Trainingstage sollen aber nicht nur neue Spielzüge lehren, sondern auch das Selbstbewusstsein der Kinder stärken, wie Trainer Markus Wuckel weiß. Für Ian und die anderen ist es eine Chance, die eigenen Stärken und Schwächen auszuloten. Und mit dem Profitraining kann Ian seinem Vorbild Marco Reus, nacheifern.

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