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Waldemar Knaus erfüllt sich seinen Berufswunsch : Kfz-Branche bleibt die erste Wahl

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Waldemar Knaus ist Azubi in einem Gadebuscher Autohaus und wechselt in wenigen Tagen ins neue Ausbildungsjahr. Der angehende Kfz-Mechatroniker hat vor einem Jahr mit der Ausbildung in seinem Traumberuf begonnen

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2012 | 11:26 Uhr

Gadebusch | Waldemar Knaus ist Azubi im ersten Lehrjahr und wechselt in wenigen Tagen ins neue Ausbildungsjahr. Der angehende Kfz-Mechatroniker hat vor einem Jahr mit der Ausbildung in seinem Traumberuf begonnen: "Ich absolvierte im Autohaus Lienshöft ein Praktikum und erhielt anschließend das Angebot für eine Ausbildungsstelle", sagt der 21-Jährige. Bereut habe er seine Wahl nicht. Er spricht von einem ausgewogenen Arbeitsklima, selbst dann, wenn es stressig wird. "Ich bastel gerne an Autos und hier lerne ich etwas", so Knaus.

Werkstattleiter Frank Lienshöft ist ebenso zufrieden und sieht in der Ausbildung die Chance, mit einem Abschluss in der Branche Fuß zu fassen. "Wir beschäftigen insgesamt sechs Auszubildende in Werkstatt, Lager und im Verkauf. Ein weiterer Lehrling verstärkt in den kommenden Tagen unser Team."

Da eine Übernahme im Vorfeld nicht garantiert werden kann, versuche man im Verbund mit Partnerwerkstätten zu vermitteln. Die Zeit, in der mehrere Interessenten sich auf eine Lehrstelle beworben haben, die sind vorbei. "Die Nachfrage läuft schleppend", sagt Lienshöft.

Ein ähnliches Bild bietet sich der Handwerkskammer Schwerin. Im Juli verzeichnet die Handwerkskammer 363 abgeschlossene Lehrverträge für das bevorstehende neue Ausbildungsjahr. Im Vorjahr waren zum gleichen Zeitraum 390 neue Verträge registriert. Die Beliebtheitsliste der Ausbildungsberufe im Handwerk führt unverändert der Kfz-Mechatroniker an. Es folgen die Berufe Metallbauer, Elektroniker, Friseur sowie Bürokaufmann/-frau im Handwerk. Aber auch in diesen Berufen gibt es immer noch zahlreiche offene Lehrstellenangebote.

"Ausbildungssuchende können gerade im Handwerk aus einer Vielzahl attraktiver Möglichkeiten auswählen. Schließlich zählen mehr als 130 Ausbildungsberufe zum Handwerk", sagt Edgar Hummelsheim, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwerin. An Unternehmen mangele es nicht, meist sogar in unmittelbarer Wohnortnähe.

Nach Angaben der Handwerkskammer enthält die eigene Lehrstellenbörse, die im Internet unter www.hwk-schwerin.de zu finden ist, aktuell 368 Angebote. Mit 47 freien Stellen liegt der Beruf des Elektronikers zur Zeit an erster Stelle, gefolgt von den Berufen Metallbauer (37), Anlagenmechaniker (30), Kfz-Mechatroniker (27), sowie Tischler und Friseur (je 15). Neben der Lehrstellenbörse bietet die Schweriner Handwerkskammer Jugendlichen auch Beratung und Service an. Dazu zählt zum Beispiel die passgenaue Vermittlung, die Bewerber und Betrieb durch eine Vorauswahl gezielt zusammenführt.

Chancen erhalten selbst leistungsschwächere Schüler, meint Hummelsheim. "Die Bandbreite reicht von der zweijährigen Werksausbildung bis hin zum dualen Studium. Durch umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten ist das Handwerk sehr durchlässig und bietet viele Karriereperspektiven. Eine handwerkliche Ausbildung führt nie in eine Sackgasse", sagt der Chef der Handwerkskammer.

Ein ähnliches Bild vom Ausbildungsmarkt zeichnet die Agentur für Arbeit. Im Agenturbezirk Schwerin suchen aktuell noch 654 junge Menschen einen Ausbildungsplatz. Demgegenüber stehen 1341 unbesetzte Lehrstellen; im Herbst 2011 meldet die Agentur noch 3108 offene Ausbildungsstellen.

Unter den Top 5 der Angebote befindet sich allerdings keine der begehrten Jobs, wie sie die Handwerkskammer meldet. Berufsfelder wie Koch und Köchin rangieren mit 90 freien Stellen auf Platz eins, gefolgt von Restaurantfachmann/-frau (73 Stellen), Hotelfachmann (61 Stellen), Kaufmann im Einzelhandel (55 Stellen) und Facharbeitskräfte Schutz und Sicherheit (50 Stellen).

Entspricht der Schulnotendurchschnitt der Bewerber in den unterschiedlichsten Berufsfeldern nicht den Anforderungen, bietet die Arbeitsagentur "ausbildungsbedingte Hilfen unter anderem in den Bereichen Mathematik, Deutsch und Fremdsprachen an",so Ramona Körner, Leiterin der Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit in Gadebusch/Grevesmühlen.

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