Freiwillige Feuerwehr Gadebusch : „Kellerbrand“ ist das Unwort des Jahres

Kellerbrände hielten Gadebusch im vergangenem Jahr in Atem. Sieben Mal mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr allein zu deren Bekämpfung ausrücken. Fotos: Holger Glaner
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Kellerbrände hielten Gadebusch im vergangenem Jahr in Atem. Sieben Mal mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr allein zu deren Bekämpfung ausrücken. Fotos: Holger Glaner

Feuerwehr Gadebusch blickt bei Jahreshauptversammlung auf 2017 zurück. Diskussion um Ehrenamt

svz.de von
11. Februar 2018, 21:00 Uhr

Knapp 200 Mal mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gadebusch im vergangenen Jahr zu Einsätzen ausrücken. Brandbekämpfung, technishe Hilfeleistung, Katatstrophenschutz oder aber medizinische Notfallversorgung. Gleich sieben Mal wurden die Helfer zu Kellerbänden gerufen. „Da kann man das Wort ’Kellerbrand’ bei euch getrost zum Unwort des Jahres küren“, sagte der Stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Heinz Hinzmann, am Sonnabend bei der Jahreshauptversammlung der Gadebuscher Feuerwehr.

In seinem Grußwort lobte der Utechter darüber hinaus die erst im vergangenen Jahr in Dienst gestellte First Responder-Gruppe. Immerhin 76 Mal wurden die Ersthelfer zur medizinischen Notfallversorgung gerufen. Heinz Hinzmann: „Toll, wie die Gruppe eingeschlagen hat. Ich denke, sie hat ihre Existenzberechtigung mehr als nachgewiesen. Diskussionen um deren Sinnhaftigkeit sollten damit beendet sein.“

Nach der Debatte um die Gewährung von Sitzungsgeldern für den Seniorenbeirat der Münzstadt sollte die Diskussion um Bezahlung von Ehrenamt an diesem Abend auch bei den freiwilligen Helfern in Uniform ein Thema sein. Stadtwehrführer Sebastian Otto: „Für die Aufopferung und die Bereitschaft, ein Ehrenamt zur heutigen Zeit auszuüben, ohne einen materiellen Ausgleich zu bekommen, gebührt jedem Kameraden Respekt und Anerkennung.“ Findet auch das Stadtoberhaupt Ulrich Howest: „Seit Jahren und Jahrzehnten üben die Kameraden der Feuerwehr dieses Ehrenamt ohne Diskussionen über Aufwandsentschädigungen aus, auch wenn sie eine solche zu allererst verdient hätten.“

Auf die Kameraden der Feuerwehr Gadebusch entfielen im vergangenen Jahr rund 2900 Einsatzstunden und circa 2400 Ausbildungsstunden.

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