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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. Oktober 2017 | 10:08 Uhr

Gadebusch : Kellerbrand fordert einen Verletzten

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Eine Gadebuscher Hausgemeinschaft kommt noch einmal mit dem Schrecken davon. Kriminalpolizei ermittelt zur Brandurtsache

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2017 | 21:00 Uhr

Eine verletzte Person, jede Menge verbranntes Mobiliar und eine Hausgemeinschaft, die noch einmal mit dem Schrecken davongekommen ist. So die erste Bilanz eines Kellerbrandes am gestrigen Nachmittag in der Rosa-Luxemburg-Straße in Gadebusch.

Schon wenige Minuten nach der Alarmierung traf die Freiwillige Feuerwehr Gadebusch gegen 15.20 Uhr am Einsatzort ein. „Dicker schwarzer Rauch schlug uns im Keller entgegen. Als erstes haben wir sofort einen Trupp mit Atemschutzgeräten zur Menschenrettung ins Haus geschickt, da wir die Nachricht hatten, dass sich noch eine vermisste Person im Keller befindet“, sagt Arne Schlien. Doch die Befürchtung des Gruppenführers auf dem ersten Löschfahrzeug bestätigte sich glücklicherweise nicht.

Ein Mann mittleren Alters indes kam dennoch zu Schaden. Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr lief der Mann – offenbar ein Hausbewohner – aufgeregt vor dem Hauseingang hin und her und rief den Einsatzkräften zu: „Beeilt euch, beeilt euch!“. Äußere Verletzungen waren auf den ersten Blick nicht erkennbar. Allerdings hustete er so schwer, dass sich Notarzt und Rettungssanitäter um ihn kümmerten und er zur weiteren Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurde. Genaueres zu möglichen Verletzungen, unter Umständen einer Rauchgasvergiftung, konnte der Notarzt vor Ort allerdings noch nicht sagen.

Unterdessen räumten die Kameraden der Feuerwehr das verkohlte und verbrannte Mobiliar aus dem Kellergeschoss nach draußen. Geschmolzene Plastikkisten, rußverschmierte Regale sowie Hängeschränke, die wohl einmal zu einer Küche gehörten, Couchtische, sogar eine komplette Sofagarnitur. Letztere soll nach Aussagen der Einsatzkräfte sogar im Kellergang und nicht im brennenden Keller gestanden haben.

Zur Brandursache gab es unmittelbar nach dem Einsatz noch keine Erkenntnisse. Ob und wenn ja, warum die Feuerwehr den Keller aufgehebelt vorgefunden hatte, und ob sich der verletzt abtransportierte Mann zum Zeitpunkt des Brandes in dem Keller aufgehalten hatte und wenn ja, was dort tatsächlich geschehen ist – dazu ermittelt nun die Kriminalpolizei. Die Freiwillige Feuerwehr Gadebusch war mit fünf Einsatzfahrzeugen und 19 Kameraden vor Ort.

 

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