Dauerkonflikt in Gadebusch : Keine Einigung im Spielplatz-Streit

Vor-Ort-Termin am Burgsee: Klaus Leuchtemann, Gerhard Schotte und Uwe Tews (v.l.n.r.) diskutieren die Zukunft des gesperrten Spielplatzes.
Vor-Ort-Termin am Burgsee: Klaus Leuchtemann, Gerhard Schotte und Uwe Tews (v.l.n.r.) diskutieren die Zukunft des gesperrten Spielplatzes.

Auch ein Vor-Ort-Termin brachte kein Ergebnis über die Zukunft des Geländes am Burgsee. Hauptausschuss soll nun entscheiden

svz.de von
08. April 2017, 05:00 Uhr

Holz oder Stahl? Künstlerisch in der Gestaltung oder spielerisch funktional? Altes erneuern oder durch Neues ersetzen? Der Streit um den in die Jahre gekommenen, maroden und deshalb derzeit gesperrten Spielplatz am Burgsee (SVZ berichtete) geht in die nächste Runde. Ein Vor-Ort-Termin sollte nun endlich die Weichen für die Zukunft des umstrittenen Spielplatzes stellen. Doch von Einigkeit waren die anwesenden Mitarbeiter von Bau- und Ordnungsamt sowie Mitglieder der Stadtvertretung meilenweit entfernt.

Zu unterschiedlich waren die Auffassungen. „Welches Kind soll denn hier spielen? Für mich ist das nicht mehr als Schnitzereien an Eichenbohlen. Das ist doch für Kinder und Familien völlig unattraktiv“, eröffnete Christoph Entelmann den Schlagabtausch und plädierte für neue moderne Spielgeräte. Ein Vorstoß, für den der Sachbearbeiter für Ordnung und Sicherheit im städtischen Ordnungsamt selbstredend und umgehend harsche Kritik erntete. „Das ist doch unsinnig und für mich unbegreiflich, dass das weg soll. Wir brauchen eine charaktervolle Anlage, passend zur Slawenzeit“, argumentierte Gerhard Schottel zurück.

„Aber wir müssen das Problem ja nun irgendwie vom Eis kriegen. Wir können uns nicht erlauben, das noch ein halbes Jahr zu diskutieren“, versuchte Klaus Leuchtemann als Vorsitzender des Kultur- und Sozialausschusses den Beginn einer Einigung. Überraschend schnell waren sich denn auch die meisten der zehn Anwesenden einig. Allerdings nur darüber, einen Kompromiss finden zu wollen. Wie der allerdings aussehen soll, ist strittig. – Die vorhandenen Stelen als Wand in Richtung Burgsee versetzen, den Spielplatz dahinter mit modernen und bunten Spielgeräten verstecken? Das Vorhandene Ensemble erneuern und durch Sandkasten und Balancierbalken sowie Klettertaue im Innern der Burg erweitern?

Und so standen Bürgermeister Ulrich Howest und weitere Entscheider aus Verwaltung, Stadtvertretung und Bauhof da, diskutierten und kamen nicht wirklich weiter. Christoph Entelmann machte sich plötzlich sogar für eine Bürgerbefragung stark. Bauausschuss-Mitglied H.-Christoph Stuck: „Vielleicht sollten wir das Ganze aber auch mal aus Sicht der Kinder betrachten.“

Nun soll der Hauptausschuss der Stadt Gadebusch entscheiden. Dieser trifft sich am 24. April zu seiner nächsten Sitzung.

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