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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. August 2017 | 13:21 Uhr

Lützow : Keine Eierflaute zu Ostern

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Trotz Hühnergrippe und Einstallpflicht Ware vorrätig – eventuelle Abstriche jedoch bei Qualitäten

Harald Jantzen vom Waldhof in Rosenow bei Lützow hat so kurz vor Ostern keine Probleme, in seinem Hofladen die Nachfrage seiner Kunden nach Bio- und Freiland-Eiern zu befriedigen. „Ich habe nicht das Gefühl, dass bei uns die Nachfrage so kurz vor Ostern höher ist, als sonst. Allerdings wird wohl auf längere Sicht das Angebot zurück gehen, weil eine Reihe von kleinen Hühnerhaltern aufgrund von Vogelgrippe und Einstallpflicht aufgegeben haben“, ist seine Einschätzung.

Anders sieht es da bei Bauer Joachim Bienstein vor den Toren Wismars aus. Der Landwirt betreibt unter anderem ein Hühnermobil mit 250 Legehennen. Zwar legen die Tiere jetzt wieder, was das Zeug hält, aber dennoch: „Wir können derzeit die Nachfrage nicht mehr decken, die Leute rennen uns die Bude ein“, berichtet Biensteins Partnerin, Kerstin Wolff. Sie vermutet, dass die Eierproduktion anderer Hühnerhalter gerade zu Ostern die Nachfrage nicht mehr deckt.

Christian Böttcher vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) sieht aktuell keine Probleme im Einzelhandel mit den Eiern. „Uns liegen keinerlei Informationen vor, dass es in einzelnen Regionen zu Engpässen bei Eiern jetzt zu Ostern kommen könnte“, so die Einschätzung des Verbandsmitarbeiters.

Auch Margit Beck vom Fachverlag Marktinfo Eier und Geflügel (MEG) mit Sitz in Bonn sieht keine Anzeichen einer Eier-Flaute: „Wie es im Einzelnen beim kleinen, privaten Hühnerhalter aussieht, der einen Teil seiner Hühnereier auch vermarktet, vermag ich nicht einzuschätzen. Ansonsten werden Eier ja bundesweit gehandelt, so dass es in Einzelhandelsgeschäften sicher zu keinem Mangel kommt“, ist sich Beck sicher. Allerdings müssten sich die Verbraucher darauf einstellen, dass jetzt vermehrt Eier mit der aufgedruckten Nummer „2“ im Angebot sind. Das ist die Kennzeichnung für Bodenhaltung, also nach Bio- und Freiland-Ei die dritte Qualität. Zwölf Wochen nach Einstallpflicht mussten auch die Eier aus den artgerechteren Haltungsformen so deklariert werden. „Ich denke, dass jeder auch noch am Ostersonnabend Eier bekommen wird. Ob es dann in jedem Fall das Ei der ersten Wahl, also zum Beispiel weiß ist, sei dahin gestellt“, so Margit Beck.

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erstellt am 12.Apr.2017 | 21:01 Uhr

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