INTEGRATION : Keine Chance für Unruhestifter

Polizeikontrollen sollten ungeladene Gäste, vor allem aus der rechten Szene, vom Besuch der Informationsveranstaltung im Wismarer Berufsschulzentrum Nord abhalten. 40 Beamte waren im Einsatz. Fotos: holger glaner
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Polizeikontrollen sollten ungeladene Gäste, vor allem aus der rechten Szene, vom Besuch der Informationsveranstaltung im Wismarer Berufsschulzentrum Nord abhalten. 40 Beamte waren im Einsatz. Fotos: Holger Glaner

Landrätin Kerstin Weiss informierte Anwohner des Wismarer Stadtteils Wendorf über die dezentrale Unterbringung von 45 Asylbewerbern

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20. August 2015, 23:21 Uhr

Aufatmen nach knapp 80 Minuten im Foyer des Berufsschulzentrums Nord in der Wismarer Mozartstraße. Kerstin Weiss hatte die Einwohner des Stadtteils Wendorf zu einer Veranstaltung eingeladen, in der die Landrätin über die bevorstehende Unterbringung von Asylbewerbern im ehemaligen Lehrerhaus der Claus-Jesup-Schule informieren wollte. Von Gegendemonstrationen war im Vorfeld die Rede. Doch sowohl vor als auch innerhalb des Berufsschulzentrums Nord in der Wendorfer Mozartstraße blieb es am späten Mittwochabend weitestgehend ruhig.

Dafür sorgten einerseits 40 Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei, andererseits die besonnene und straffe Gesprächsführung der Landrätin, die Unruhestifter aus der rechten Szene gut im Griff hatte und ihnen ein ums andere Mal den Wind aus den Segeln nahm, so dass die meisten das Ende der Veranstaltung gar nicht mehr miterlebten und vorzeitig das Foyer der Berufsschule verließen.

Der Rest war Information und Antwort auf Bürgerfragen sowie -sorgen. „45 Asylbewerber sollen spätestens Anfang November in die sieben Wohnungen einziehen. Die Nationalität ist uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Wir werden aber versuchen, hier vorrangig Familien mit Kindern unterzubringen“, sagte Kerstin Weiss. Das käme der Integration in der direkten Nähe zu einer Schule, Kita, Supermarkt und inmitten eines Wohnviertels unmittelbar zu Gute. Das sah auch Thomas Beyer so. „Integration bedeutet, die Menschen, die hilfesuchend zu uns kommen, mit möglichst vielen Einheimischen in Kontakt zu bringen. Dezentrale Unterbringung ist der Schlüssel dazu“, sagte der Wismarer Bürgermeister. Kerstin Weiss appellierte an alle Einwohner des Nordwestkreises: „Sprechen Sie mit Ihren neuen Nachbarn, beziehen Sie sie mit ein!“

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