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Fachgerechte Entsorgung : Kein Grünschnitt im Gartenfeuer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Ordnungsamt setzt auf fachgerechte Entsorgung als Alternative zum Verbrennen. Annahmestellen in Schlagresdorf und Rehna geöffnet

von
erstellt am 28.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Rauchsäulen und verqualmte Wohngebiete: In zwei Tagen dürfen Kleingärtner und Grundstücksbesitzer wieder Gartenfeuer zum Verbrennen nicht kompostierbarer Grünschnittreste entfachen. Eine Form einer Entsorgungsmethode, die nicht mehr zeitgemäß scheint. Dessen sind sich Bernd Karnatz, Leiter Haupt- und Ordnungsamt, als auch Mitarbeiter Martin Kalugin sicher. Sie appellieren an alle Gartenbesitzer im Amtsbereich Rehna, ihren Grünschnitt an den Abgabestellen zu entsorgen. „Es gibt ausreichend Alternativen. Somit ist das Verbrennen von Gartenabfällen nicht mehr zulässig“, sagt Karnatz. Eine Einschätzung, die auf Grundlage aktueller Gesetzgebung im Land als auch in Abstimmung mit dem zuständigen Kreisumweltamt getroffen wurde.

Mit verstärkten Kontrollen zwischen Utecht und Kasendorf müssten die Bürger nicht rechnen. Sollte sich jedoch ein Nachbar über starke Rauchbelästigung beschweren, werde das Ordnungsamt tätig, meint Karnatz. Städte wie Schwerin und Wismar seien beispielgebend. „Ausnahmen wird es nur geben, wenn keine zumutbaren Alternativen vorhanden sind“, sagt Kalugin. Er verweist auf die Landesverordnung.

Dass die Masse der Gartenbesitzer sich gegen qualmende Feuer ausgesprochen habe, zeige die Resonanz an den Annahmestellen in Schlagresdorf und auf dem Amtshof Rehna. „In 2015 lieferten sie zirka 500 Tonnen an Rasenschnitt, Obstbaum- und Heckenschnitt ab“, sagt Bernd Karnatz. Deren Erfassung und Verwertung schlug mit rund 17 000 Euro in den öffentlichen Kassen zu Buche. Vorteil: Durch die zentrale Erfassung beteiligt sich der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises zur Hälfte an den Kosten. Die verbleibenden finanziellen Aufwendungen in Höhe von 5859 Euro werden von der Stadt Rehna und den Amtsgemeinden getragen. Des Weiteren stünden nicht selten Kompostanlagen im heimischen Garten als auch die Biotonne zur Verfügung.

Völlig unbedenklich bleiben Brauchtumsfeuer als auch gemütliche Stunden an der Feuerschale. „Während Brauchtumsfeuer anmeldepflichtig sind, wäre zu beachten, dass getränkte Hölzer oder Abfälle nicht ins Feuer gehören“, sagt Kalugin. Zu den Letzteren gehören auch Möbelteile und Altreifen.

Die Kritik in Bezug auf die Öffnungszeiten der Annahmestelle in Rehna fruchtete. So wird das Amt ab 2017 bereits ab dem 1. März die Entsorgung ermöglichen und nicht wie bislang praktiziert erst mit Beginn der Vegetationsphase.

 

Hier darf entsorgt werden

Amtshof Rehna:

Bülower Straße
März bis  Ende November
mittwochs 17 bis 18 Uhr
samstags 10 bis 12 Uhr

Verwertungszentrum Langbehn in  Schlagresdorf:

ganzjährig
montags bis  donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 16.30 Uhr, zusätzliche Öffnungszeiten laut Aushang

Kosten:

Für Einwohner aus dem Amtsbereich Rehna ist die  Abgabe kostenlos

Vorgaben:

Annahme von Grünabfällen von nicht gewerblich genutzten Gartengrundstücken.

An der Sammelstelle Schlagresdorf müssen Astwerk und Grünschnitt getrennt abgegeben werden.


 

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