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Neuer Versteigerungstermin im Frühjahr 2013 geplant : Kein Gebot für Vietlübber Gutshaus

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Für das ehemalige Gutshaus Vietlübbe wird weiterhin ein Käufer gesucht. Eine Versteigerung des knapp 18.000 Quadratmeter großen Areals ging gestern Vormittag ohne Ergebnis im Amtsgericht Grevesmühlen zu Ende.

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2012 | 07:06 Uhr

Vietlübbe/Dragun | Für das ehemalige Gutshaus Vietlübbe wird weiterhin ein Käufer gesucht. Eine Versteigerung des knapp 18 000 Quadratmeter großen Areals ging gestern Vormittag ohne Ergebnis im Amtsgericht Grevesmühlen zu Ende. "Es wurde kein Gebot abgegeben", sagte eine Gerichtsmitarbeiterin auf SVZ-Anfrage. Nach ihren Angaben soll es im Frühjahr 2013 einen zweiten Versteigerungstermin geben.

Die Gemeinde Dragun hatte die Zwangsvollstreckung als Gläubigerin angeschoben. Bürgermeisterin Sabine Schirrmeister spricht von einem Schandfleck, von dem eine Gefahr ausgehe. Seit Jahren habe die Gemeinde versucht, etwas in diesem Fall zu bewegen. Das unsanierte Gebäude weist massive Schäden auf, weitere Nebengebäude sind abrissreif. Der Denkmalschutz-Status für das Gutshaus, das nach der Wende zum Seniorenwohnheim umgebaut werden sollte, ist aufgehoben worden.

Die Zeiten, in denen das Anwesen bis 1990 als Betriebsferienheim genutzt wurde oder sich Hochzeitsgäste im Weinkeller auf das Wohl des Brautpaares anstießen, sind längst vorbei. Geblieben sind der Schriftzug "Ferienobjekt Theodor Körner", zerstörte Fensterscheiben und genervte Anwohner, die den Schandfleck nicht mehr sehen wollen.

Ebenfalls in die Verlängerung geht die juristische Auseinandersetzung im Fall des Schlosses Johannstorf. Wie die Sprecherin des Oberlandesgerichtes Rostock, Richterin Christine Böhm, erklärte, habe der Senat einen Verkündungstermin für den 28. Februar 2013 anberaumt. Mit diesem relativ späten Termin soll dem Wunsch der Parteien entsprochen werden, einen möglichen Vergleich zu erzielen.

Die Stadt Dassow wollte ursprünglich erreichen, dass ein Möllner Kaufmann das leerstehende Schloss an die Kommune wieder herausgibt, weil Investitionszusagen nicht eingehalten worden sein sollen. Nach dem Gerichtstermin in Rostock signalisierte Bürgermeister Jörg Ploen Gesprächsbereitschaft: "Wir wollen gemeinsam eine Lösung finden, damit das gesamte Ensemble gerettet werden kann."

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