Grevesmühlen : Kein Ermittlungsverfahren gegen Betreuer

24-Jähriger war gemeinsam mit 14-Jähriger wochenlang verschwunden, muss dafür aber nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

svz.de von
16. April 2018, 14:55 Uhr

Der 24 Jahre alte Betreuer eines 14-jährigen Mädchens, das mit ihm mehrere Wochen lang verschwunden war, muss nicht mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Nach Auswertung eines Vernehmungsvideos des Mädchens hätten sich keine Anhaltspunkte für eine Straftat des Betreuers ergeben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin am Montag.

Zunächst hatte der Verdacht der Entziehung Minderjähriger im Raum gestanden. Dies greift bei Jugendlichen ab 14 Jahren aber nur, wenn dies mit Gewalt, durch Drohung oder List geschieht. Dies war hier wohl nicht der Fall.

Die Schülerin hatte in einer betreuten Wohngruppe in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) gelebt und war Mitte Februar mit dem zehn Jahre älteren Betreuer verschwunden. Vier Wochen später meldete sich das Mädchen aus Spanien und kehrte nach Deutschland zurück. Der Betreuer tauchte eine Woche später wieder auf. Das Mädchen wurde in einem anderen Bundesland untergebracht.

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