zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. November 2017 | 01:19 Uhr

Rehna : Katzen, die mit Vögeln tanzen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Die Ballettschule Rehna-Grevesmühlen zeigte in der Klosterstadt zwei Stücke / Zwei Jahre Vorbereitung für die Auftritte

svz.de von
erstellt am 09.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Wenn Katzen, Vögel und Menschen an einem Strang ziehen oder sich Hennen und Hähne über Löwen echauffieren, dann steht die Ballettschule Rehna-Grevesmühlen auf der Bühne. In der Turnhalle der Käthe-Kollwitz Schule in Rehna zeigten die jungen Balletttänzer am vergangenen Sonnabend ihr Können.

In knapp zwei Stunden führte das Ensemble um Lehrer und Leiter Ketty Dos Santos und Steffen Kranzow zwei Stücke auf. Den Anfang machte das 25-minütige Spiel „Peter und der Wolf“. In bunten Kostümen und mit eigenen Melodien für die einzelnen Charaktere entführten die Tänzer die Zuschauer in das Märchen von Sergei Prokofjew. „Die Kostüme haben wir uns extra dafür anfertigen lassen“, sagte Ketty Dos Santos. Das Stück, das nur mit einer kleinen Besetzung gespielt wird, war schon immer ein Wunschtraum der beiden Lehrer, so die Ballettpädagogen. Es wurde von Steffen Kranzow geringfügig verändert und auf die Besetzung zugeschneidert. „Hier haben wir nur die älteren Tänzer eingesetzt“, sagte Ketty Dos Santos. Gemeinsam mit Kranzow wählten sie die passenden Schüler aus. Denn jede Rolle in dem Stück ist eine Hauptrolle.

Das zweite Stück war „Karneval der Tiere“. Hier zeigte sich die Größe des Ensembles. Kleine und große Tänzer traten gemeinsam auf, spielten Löwen, Elefanten, Glühwürmchen und Fische. „Wir haben über 70 Teilnehmer hier“, erklärte die Lehrerin.

Gerade die große Zahl an Tänzern machten die zweijärigen Vorbereitungen manchmal gar nicht so einfach. „Es ist schwer, mal alle Mitwirkenden zusammen zu bekommen. Die kleinen Kinder übten so oft es geht, die größeren über ein Jahr jeden Sonnabend.“ Und selbst dann war nicht immer gesichert, dass alle zu den Proben kamen. „Es ist ja ein Hobby und eine Möglichkeit für die Kinder, sich im Ballett auszuprobieren“, erzählte die ehemalige Profitänzerin.

Da sie selbst schon auf der Bühne des Staatstheaters Schwerin stand, weiß Ketty Dos Santos, wie viel Übung in die Choreographie fließen muss. „Für ein richtig gutes Spiel ist regelmäßiges Proben einfach ein Muss.“ Schließlich wird jeder Schritt zu dem Takt der Musik choreografiert. „Das Stück ’Karneval der Tiere’ haben wir komplett selbst zugeschrieben“, berichtete die Lehrerin.

Neben dem Proben der Schritte lief die Vorbereitung auf das Stück auch – im wahrsten Sinne des Wortes – hinter den Kulissen. „Das Bühnenbild haben wir selbst gemacht, die Kostüme und das Make-Up mussten angepasst werden, da steckt viel Arbeit drin.“ Die Kosten von etwa 10  000 Euro lassen sich durch den Eintritt nicht refinanzieren. „Aber wir machen es ja für die Kinder.“

Das dritte Stück des Abends „Lux et umbra“ konnte wegen der hellen Halle übrigens nicht aufgeführt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen