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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

26. September 2017 | 09:14 Uhr

Kirchgemeinde Meetzen : Kapelle vor dem Baustart

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kirchgemeinde sucht historische Fotos und bittet um Unterstützung

von
erstellt am 09.Feb.2017 | 09:00 Uhr

Eine alte Fotografie, darauf zwei Damen, sitzend vor der Kapelle in Meetzen – Karin Berkemeyer von der Kirchgemeinde aus Meetzen und Pastor Andreas Ortlieb sind begeistert von dem leicht angegilbten Foto. „Herr Steinfaht hat es uns zur Verfügung gestellt. Neben seinen Familienmitgliedern zeigt es die ehemaligen Neugotischen Fenster am Bau“, so Ortlieb. Details, die die kleine achteckige Kapelle von Meetzen einst auszeichneten und womöglich wieder schmücken könnten.

Berta Dettmann (l.) und Irene Steinfath vor der Kapelle um 1950.
Berta Dettmann (l.) und Irene Steinfath vor der Kapelle um 1950.

Solche oder ähnliche Vorstellungen gebe es viele, erzählt Ortlieb. Wenige Wochen vor dem Baustart an der historischen Kapelle wirbt er mit Karin Berkemeyer um Unterstützung. „Wir suchen historische Bilder, die die Kapelle und den Innenraum mit dem Hochaltar und weiteren Mobiliar zeigen“, so Ortlieb. Möglicherweise befinden sich noch alte Aufnahmen in Archiven oder Alben. „Wir möchten anhand der Bilder mit den Architekten Gespräche über die Sanierung in Anlehnung an die historische Bausubstanz führen“, sagt der Pastor. Über eine Unterstützung würde sich die Kirchgemeinde sehr freuen. Karin Birkemeyer: „Vielleicht befinden sich sogar Teile des Mobiliars oder die Fensterbögen noch in Privatbesitz.“

Die Zeit rennt. Ostern findet mit dem Chor der Kirchgemeinde der letzte Gottesdienst im Fachwerkbau statt. Ein festlicher Akt, der zugleich den Start in eine neue Epoche darstellt. „Die Sanierung wird rund 133 000 Euro kosten und die Wiederherstellung der Bausubstanz beinhalten“, sagt Ortlieb. So werden die Mauersteine gesichert, gereinigt und wiederverwendet. Marode Balken sind auszutauschen. Möglich wird das finanziell aufwendige Projekte mit Unterstützung der Gemeinde Holdorf. Gelder des Landes (80 000 Euro), weitere 25 000 Euro aus dem Haushalt der Kirche und Spenden von Unterstützern (SVZ berichtete). „Schön ist die Geschichte von einem Nachbarsjungen, der sogar das Geld von seiner Kommunionfeier für das Bauprojekt überreichte“, erzählt Ortlieb. Für ihn ein Zeichen, wie eng die Verbundenheit der Menschen im Ort mit diesem Bauwerk sei.

 

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