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Rögnitz braucht einen Bürgermeister : Kandidatensuche bislang ohne Erfolg

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Nach Rücktritt sowie Unfalltod suchen Rögnitz und Plüschow neue Gemeindeoberhäupter

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 02:10 Uhr

Wer wird Nummer drei? In Rögnitz soll noch in diesem Jahr ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Er wäre nach Gerhard Wilk und Gerhard Lemm das erst dritte Rögnitzer Gemeindeoberhaupt seit 1990. Und gewählt werden sollen der Kandidat oder die Kandidatin am Tag der Landtagswahl, also am 4. September.

Notwendig wird die außerplanmäßige Bürgermeisterwahl, nachdem der 80-jährige Gerhard Wilk aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärte. Er war – mit fünfjähriger Pause – von 1990 bis 2016 im Amt. Zwischenzeitlich war Gerhard Lemm (2009-2014) gewähltes Gemeindeoberhaupt.

„Jetzt kann nur noch ein Neuling Rögnitzer Bürgermeister werden. Denn weder Herr Wilk noch Herr Lemm stehen zur Verfügung. Das Rennen ist also offen“, sagt der Gadebuscher Verwaltungschef Matthias Jankowski. Nach seinen Angaben können potentielle Kandidaten ihre Unterlagen bis zum 21. Juni beim Amt Gadebusch einreichen. Sie müssen 18 Jahre alte sein und dürfen keine Vorstrafen haben. Annahmeschluss für Bewerbungsunterlagen wird am 21. Juni um 18 Uhr sein. Läuft danach alles nach Plan, sind 160 wahlberechtigte Einwohner aus Woldhof, Bentin und Rögnitz am 4. September zur Wahl aufgerufen.

„Wenn sich niemand zur Wahl stellt, wird er oder sie aus der Mitte der Gemeindevertretung gewählt“, sagt Jankowski. Wird auch dies nicht von Erfolg gekrönt sein, kommt der Landkreis Nordwestmecklenburg ins Spiel. Er kann eine Zwangsverwaltung anordnen. Nicht unüblich ist es hierbei, dass ein Verwaltungsmitarbeiter mit dieser Aufgabe betraut wird.

Wie schwierig die Suche nach Bürgermeister-Kandidaten in kleinen Gemeinden ist, wird am Beispiel Plüschow deutlich. Seit dem Sommer vergangenen Jahres ist der Ehrenamtsposten vakant, nachdem Amtsinhaber Erhard Bräunig bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen war. Der ehemalige Landrat war seit 2009 Gemeindeoberhaupt, hatte damals den langjährigen Plüschower Bürgermeister Kurt Fiedler abgelöst.

Im Fall Plüschow waren bislang alle Versuche gescheitert, einen neuen Bürgermeister zu finden. Nun ist für Dienstag, 19. April die Wahl des ehrenamtlichen aus der Mitte der Gemeindevertretung geplant. Ob diese von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt abzuwarten. Findet sich kein Kandidat, droht der Gemeinde die Zwangsverwaltung.  

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