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Nachwuchsparlamentarier aus Gadebusch : Jugendliche sollen mitbestimmen

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Im Frühjahr soll der Jugendrat Nordwestmecklenburg gegründet werden / 6000 Euro stehen ihm im ersten Jahr zur Verfügung

svz.de von
erstellt am 31.Jan.2017 | 04:45 Uhr

Kinder an die Macht. – Nun ja, so weit ist es noch nicht. Aber Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche ist auch im Nordwestkreis ein Thema. Oder soll es nach Vorstellung des Kreisjugendrings Nordwestmecklenburg zumindest schon bald werden. Für das Frühjahr ist deshalb die Gründung des Jugendrats Nordwestmecklenburg geplant. Dieser soll von den Jugendlichen selbst organisiert und geleitet werden.

„Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Mitsprache in allen Bereichen des Lebens, die sie direkt betreffen. Sämtliche Themen von der Schule bis zur Freizeit“, sagt Rebecca Mahnke. Die 22-Jährige ist Jugend-Koordinatorin beim Stadtjugendring Wismar. In der Kreisstadt hat man durch das bereits 2013 gegründete Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) bereits Erfahrungen in Sachen „Kinder an die Macht“. Deshalb soll das Wismarer KiJuPa wie auch der Verein für demokratische Orientierung und Teilhabe e.V. (DOT.KOM) den neu zu gründenden Jugendrat Nordwestmecklenburg mit Rat und Tat begleiten und unterstützen. Und weil das Ganze auch Geld kostet, steht dem neuen Rat zur Vertretung der Interessen von Kindern und Jugendlichen im ersten Jahr seines Bestehens ein Budget von immerhin 6000 Euro zur Verfügung.

„Ich finde das richtig gut. Da hat man dann sogar Geld zur Verfügung, um Sachen für Kinder und Jugendliche zu organisieren und deren Interessen durchzusetzen“, sagt Lara Wiegand. Die 17-jährige Schülersprecherin des Gymnasiums Gadebusch könne sich durchaus vorstellen, in dem Gremium mitzuarbeiten, wenn die Zeit es zulassen würde.

Doch Zeit ist gar nicht das große Problem. „Es ist gut, wenn Jugendliche sich engagieren können. Ich befürchte allerdings, dass so ein überregionales Gremium nicht effektiv genug arbeiten kann. Ich weiß nicht, ob das funktioniert“, sagt Ingolf Litzner. Schaden richte so ein Rat nach Ansicht des Gadebuscher Schulleiters aber ganz bestimmt nicht an.

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