Gadebusch : Jugendliche reisen nach Schweden

Die Draisinenfahrt, wie hier 2012, ist immer wieder ein Höhepunkt der Schwedenreise des Mädchentreffs.
Die Draisinenfahrt, wie hier 2012, ist immer wieder ein Höhepunkt der Schwedenreise des Mädchentreffs.

Für eine Woche ist eine Mädchentreff-Gruppe zu Gast in Åmål.

svz.de von
03. Juli 2014, 23:45 Uhr

In rund zwei Wochen geht es los: Dann reisen zum 7. Mal Mädchen und Jungen vom Gadebuscher Mädchentreff in die schwedische Partnergemeinde Åmål. Auf das Programm, sagt Mädchentreff-Leiterin Jutta Ahrendt, seien die 26 mitreisenden Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren und ihre drei Betreuer schon jetzt gespannt: Ein Empfang der Gemeinde und die Besichtigung des Heimatmuseums sind ebenso geplant wie eine Rundfahrt durch die Provinz Dalsland, ein Besuch des Drehplatzes des Kinderfilm-Klassikers „Ronja Räubertochter“, ein Ausflug in eine Künstlerkolonie oder eine Fahrt durch die schwedische Natur mit der Draisine.

„Ein besonderer Höhepunkt für die Kinder ist immer der Besuch in der Bonbonfabrik“, sagt Jutta Ahrendt und lacht. Zudem werden die jungen Gadebuscher eine kleine Kirche in der Nähe von Åmål besichtigen, deren Altar von aus der Schwedenschlacht zurückkehrenden Soldaten gespendet wurde. „Wir wollen natürlich, dass die Kinder auch darüber nachdenken, was Krieg für Auswirkungen hat, welche Bedeutung die Schwedenschlacht für Gadebusch hatte und heute noch hat“, so Jutta Ahrendt. „Es ist uns wichtig, den Kindern aufzuzeigen, wo die Verbindungen sind.“

Die Leiterin des Mädchentreffs sieht dabei in der Reise in die Partnergemeinde weit mehr als bloß einen vergnüglichen Ausflug: „Für uns ist das gelebte Städtepartnerschaft. Die Jugendlichen erleben Land und Leute hautnah und erzählen davon natürlich Zuhause. Das hat ja auch eine große Außenwirkung. Dies ist ein wichtiger Beitrag zu dieser Partnerschaft.“ In Åmål selbst sind die Mädchen und Jungen aus Gadebusch in einer Turnhalle untergebracht.

„Allerdings ist das eine weitaus modernere Turnhalle als wir sie hier kennen, mit tollen Sanitäranlagen. Sogar die Sauna können wir mitbenutzen“, so Jutta Ahrendt. Besonders schön sei, dass sie vor Ort versorgt würden: „Bereits seit mehreren Jahren kümmert sich eine Familie darum, für die Kinder einzukaufen und zu kochen. Sie richten sich sogar nach den Wünschen der Kinder“, schwärmt Jutta Ahrendt. Und das, betont die Mädchentreff-Leiterin, wie alle anderen Beteiligten vor Ort auch ehrenamtlich. „Die Kinder, die mitreisen, sind immer begeistert und das vor allem von der freundlichen Aufnahme, der Fürsorge und Gastfreundschaft“, so Ahrendt.

Einen wichtigen Anteil daran hat auch der Schwede Håkan Bürgemeister, einer der Initiatoren der Partnerschaft und Ehrenbürger von Gadebusch, der sich seit Beginn um die Organisation der Schwedenfahrt vor Ort kümmert. „Das ist alles immer ganz toll“, so Ahrendt.

Und das hat sich rumgesprochen: Die Plätze für die Reise, die alle zwei Jahre stattfindet, sind immer schnell ausgebucht. Finanzielle Unterstützung erhält der Mädchentreff vom Jugendamt des Kreises, der Sportjugend und der Stadt. „Mit den Teilnehmerbeiträgen sind wir damit abgesichert und können für die Unkosten aufkommen“, so Ahrendt.

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