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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

17. November 2017 | 18:47 Uhr

Rehna : Jugendliche auf Abenteuer-Tour

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Segel-Törn des Kreisjugendrings auf der Ostsee. Motto: „Alle im selben Boot“

svz.de von
erstellt am 25.Jul.2017 | 05:00 Uhr

„Die Handys sind nur zum Fotografieren da, verwüstet das Schiff nicht, haltet wenigstens ein kleines bisschen Ordnung und lernt aus der Tasche zu leben!“ Die Ansage von Bernhard Tews ist so unmissverständlich wie eindeutig. „Berni“, wie er am liebsten genannt wird, ist Kapitän und Eigner des Stagsegelschoners „Qualle“ und ein echter Seebär. Sein Wort ist Gesetz an Bord des betagten Traditionsseglers. Und somit auch für Lea Kristin Engel, Jonas Greger und Dominik Mirus. Die drei Jugendlichen aus Rehna befinden sich in diesen Tagen an Bord der „Qualle“. Zum gestrigen Redaktionsschluss schipperten sie gerade um die Südspitze von Fehmarn herum.

Organisiert hat den einwöchigen Ostsee-Törn mit der „Qualle“ sowie den beiden Segelyachten „Test“ und „Protest“ zum nunmehr bereits achten Mal der Kreisjugendring Nordwestmecklenburg. Insgesamt 16 Jugendliche aus dem ganzen Landkreis und ohne Rücksicht auf soziale Herkunft sind an Bord der drei Segler. Plus Stamm-Crew sowie zwei Schulsozialarbeiter aus Gadebusch und Neuburg sowie pädagogische Mitarbeiter des Kreisjugendrings.

Lea Kristin, Jonas und Dominik haben sich nach einem langen Schuljahr an der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Förderschule Gadebusch gerade in die Sommerferien verabschiedet. Eine Auszeit auf dem Meer kommt da gerade recht. Das Trio aus der Klosterstadt ist zum ersten Mal dabei und war vor dem Ablegen im Alten Hafen von Wismar mächtig gespannt auf das, was sie erwartet. „Ich hoffe, dass ich gut schlafen kann“, sagte Jonas, während Dominik sich gutes Wetter wünschte. Mit an Bord ist auch ein guter Bekannter der drei Jungsegler. Martin Daschke ist Sozialarbeiter an ihrer Schule: „Ich erwarte ein großes Abenteuer, bei dem alle Hand in Hand füreinander da sein werden.“

Dass dies keine Kreuzfahrt mit allem erdenklichen Luxus wird, ist den Mitreisenden klar. Die verschiedensten Aufgaben müssen von allen Mitseglern gemeinsam erledigt werden. Vom Schrubben des Decks über die Zubereitung der Mahlzeiten, aktives Segeln bis zu Toiletten- und Küchendiensten. Eine Spülmaschine gibt es an Bord übrigens nicht. Am späten Nachmittag werden Häfen zur Übernachtung angelaufen, stehen Entdeckungstouren an Land auf dem Programm.

„Ziel der einwöchigen Jugendfreizeit ist einerseits, den Kindern und Jugendlichen eine Erholung auf und am Wasser zu bieten. Darüber hinaus stehen die Gewinnung von Nachwuchs in den Traditionssegelvereinen, die sinnvolle Freizeitgestaltung und Erlebnispädagogik im Vordergrund“, sagt Dirk Menzel als Geschäftsführer des Kreisjugendrings. Die Zeit an Bord diene als Teamtraining. Motto: „Alle im selben Boot“.

 

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